14-Millionen-Projekt bringt karbonbewehrten Beton in die Industrie
Ein neues Projekt mit einem Volumen von 14 Millionen Euro soll karbonbewehrten Beton in die großindustrielle Anwendung bringen. Die Initiative, die im CUBE-Gebäude der TU Dresden gestartet wurde, baut auf jahrelanger Forschung zu festeren undleichteren Baumaterialien auf. In den kommenden vier Jahren werden Industrie- und akademische Partner gemeinsam an der Weiterentwicklung der Technologie arbeiten.
Der offizielle Startschuss für das Projekt fiel im CUBE-Gebäude auf dem Campus der TU Dresden. Es knüpft an frühere Forschungsarbeiten an, darunter der Carbon Concrete CUBE, der das Potenzial des Materials erprobte. Nun geht es darum, die Produktion für den praktischen Einsatz hochzufahren.
Geführt wird das Vorhaben von der Leipziger Firma Kahnt & Tietze GmbH, unterstützt von Partnern wie der HTWK Leipzig und der TU Dresden. Bis 2029 soll in Leipzig eine Pilotanlage entstehen und getestet werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Projekt mit rund 14 Millionen Euro.
Kohlenstoffbewehrter Beton bietet deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen stahlbewehrten Varianten: Er ermöglicht schlankere, leichtere und langlebigere Konstruktionen und reduziert den Materialverbrauch um bis zu 80 Prozent. Bei Erfolg könnte das Projekt die Art und Weise revolutionieren, wie in Zukunft Gebäude und Infrastruktur gebaut werden.
Das auf vier Jahre angelegte Vorhaben läuft bis Ende 2029. Gelingt es, wird die Pilotanlage in Leipzig zeigen, wie karbonbewehrter Beton im industriellen Maßstab hergestellt werden kann. Die Technologie verspricht leichtere, effizientere Bauweisen bei deutlich geringerem Materialeinsatz.






