Abwasser-Studie enthüllt: Wo in Europa am meisten Cannabis konsumiert wird
Wilhelm RoskothAbwasser-Studie enthüllt: Wo in Europa am meisten Cannabis konsumiert wird
Eine neue Studie hat den Drogenkonsum in 45 europäischen Städten durch die Analyse von Abwasser untersucht. Die von der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) geleitete Forschung verfolgte Rückstände von Cannabis, Kokain, Amphetamin, Methamphetamin, MDMA und Ketamin.
Insgesamt blieb der Cannabiskonsum im Vergleich zum Vorjahr stabil, wobei einige Städte jedoch höhere Werte aufwiesen. Genf verzeichnete den höchsten Cannabiskonsum in Europa – hier wurde täglich die größte Menge an THC-COOH pro 1.000 Einwohner nachgewiesen. Berlin folgte auf Platz vier mit 172 Milligramm des Stoffs. Frankfurt belegte den neunten Rang (rund 150 Milligramm), während Mainz auf Platz 15 kam (130,6 Milligramm).
Die Studie deckte zudem Verschiebungen bei anderen Drogen auf: Der Konsum von Kokain und Ketamin nahm in ganz Europa zu, während der MDMA-Gebrauch zurückging. Die Werte für Amphetamin und Methamphetamin blieben dagegen weitgehend unverändert.
Die Ergebnisse bieten einen aktuellen Überblick über die Drogengewohnheiten in großen europäischen Städten. Während der Cannabiskonsum konstant blieb, zeigen die Veränderungen bei anderen Substanzen – wie der Anstieg von Kokain und der Rückgang von MDMA – sich wandelnde Trends. Die Daten helfen Behörden, Entwicklungen zu beobachten und gesundheitspolitische Maßnahmen entsprechend anzupassen.






