Anonymer Brief erschüttert Städtisches Theater Fürth: Intendantin in der Kritik
Wilhelm RoskothAnonymer Brief erschüttert Städtisches Theater Fürth: Intendantin in der Kritik
Ein anonymer Brief hat am Städtischen Theater Fürth für Unruhe gesorgt. Darin wird der Intendantin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Die Vorwürfe beschreiben eine Kultur der Angst, des Misstrauens und psychischen Drucks unter den Mitarbeitenden. Doch Stolz’ Unterstützer verteidigen ihre Führung und verweisen auf jüngste Erfolge sowie ein engagiertes Team.
Der anonym verfasste Brief, der angeblich 25 festangestellte Beschäftigte vertritt, zeichnet ein düsteres Bild der Arbeitsbedingungen unter Stolz’ Leitung. Er wirft ihr vor, eine feindselige Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Belegschaft wertgeschätzt und überlastet fühlt. Allerdings wirft die fehlende Unterschrift Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Schreibens auf.
Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Vorwürfe zurück und argumentierte, der Brief spiegle nicht die Meinung der gesamten Belegschaft wider. Er verwies auf die laufenden Proben für eine neue Premiere, bei der die Kolleginnen und Kollegen weiterhin mit großer Leidenschaft bei der Sache seien. Eidinger lobte Stolz zudem dafür, seit ihrem Amtsantritt im November 2023 die Verbindung des Theaters zur Stadt gestärkt und die Zugänglichkeit verbessert zu haben.
Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Maurice Schönleben (SPD) stellte sich öffentlich hinter Stolz und betonte die deutlichen Fortschritte unter ihrer Führung. Unter ihrer Leitung habe das Theater über 100.000 Besucher angezogen und für die Spielzeit 2024/2025 bereits mehr als 95.000 Karten verkauft. Trotz der Kontroverse konzentrieren sich viele Mitarbeitende weiterhin auf ihre Produktionen und warten auf eine klärende Lösung.
Die Zukunft des Theaters bleibt ungewiss, während die Spannungen zwischen den anonymen Vorwürfen und Stolz’ Verteidigern anhalten. Bei steigenden Besucherzahlen und laufenden Inszenierungen steht die Institution vor der Herausforderung, interne Konflikte zu bewältigen, ohne den künstlerischen Schwung zu verlieren. Bis auf Weiteres bleibt das Team seiner Arbeit verpflichtet – auch wenn die Fragen noch offen sind.






