Bayer 04 Leverkusen kämpft um sein Traumprojekt in Monheim am Rhein
Michael TextorBayer 04 Leverkusen kämpft um sein Traumprojekt in Monheim am Rhein
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten entschied sich der Verein für Monheim am Rhein als Standort für den geplanten Campus. Doch das Projekt steht nun vor erheblichen politischen Hürden, nachdem sich im Jahr 2025 die Machtverhältnisse im Stadtrat verschoben haben.
Der geplante Campus in Monheim am Rhein soll zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie öffentliche Rad- und Joggingwege umfassen. Bayer 04 Leverkusen hatte das Projekt bereits mehrfach aufgrund von Widerstand lokaler Politiker in seinem Umfang reduziert.
Bei den Kommunalwahlen 2025 verlor die bisher regierende Peto-Partei ihre Mehrheit im Rat. Eine neue Koalition blockiert seitdem wiederholt die Pläne für den Campus. Sportdirektor Simon Rolfes warnte vor schweren Konsequenzen, falls das Vorhaben scheitert. Er betonte, dass die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Vereins vom Erfolg des Campus in Monheim abhängt.
Bayer-AG-Vorstandsvorsitzender Bill Anderson bestätigte, dass das Unternehmen die Entwicklung genau verfolge. Die Vereinsführung setzt sich trotz des anhaltenden politischen Widerstands weiterhin für eine Genehmigung ein.
Der Campus bleibt ein zentraler Baustein der langfristigen Strategie von Bayer 04 Leverkusen. Ohne ihn fürchtet der Verein Nachteile bei der Nachwuchsförderung. Die Entscheidung liegt nun bei der neuen Koalition im Stadtrat von Monheim am Rhein.
