Berlin baut zu wenig: Nur 11.000 neue Wohnungen 2021 fertiggestellt
Michael TextorBerlin baut zu wenig: Nur 11.000 neue Wohnungen 2021 fertiggestellt
Berlin vollendete 2021 etwas mehr als 11.000 neue Wohnungen – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. Christian Gaebler, der Berliner Bausenator, bezeichnete die Ergebnisse als „unbefriedigend“ und deutlich unter den Prognosen von Fachleuten. Die Zahlen spiegeln zudem die anhaltenden Schwierigkeiten im Wohnungssektor der Hauptstadt wider.
Neubauten machten dabei 9.524 Wohneinheiten aus, fast ein Drittel weniger als noch 2020. Weitere 1.503 Wohnungen entstanden durch Sanierungen und Erweiterungen – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr in dieser Kategorie.
Unter den Berliner Bezirken führte Treptow-Köpenick mit 1.891 fertiggestellten Wohnungen. Es folgten Pankow mit 1.355 und Lichtenberg mit 1.343 Wohnungen. Reinickendorf verzeichnete hingegen die geringste Aktivität und vollendete lediglich 120 Wohneinheiten.
Von den Neubauten entfielen 804 auf Ein- oder Zweifamilienhäuser. Der überwiegende Teil – 8.627 Wohnungen – entstand in Mehrfamilienhäusern, was Berlins Fokus auf verdichtetes Wohnen unterstreicht.
Die Zahlen für 2021 verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt. Da die Fertigstellungen hinter den Erwartungen zurückblieben, steht die Stadt weiterhin unter Druck, den Wohnungsbau zu beschleunigen. Gaeblers Äußerungen zeigten Besorgnis über das langsame Tempo der Fortschritte.






