Berlin dominiert den Sport – nur im Fußball bleibt die Hauptstadt stumm
Wilhelm RoskothBerlin dominiert den Sport – nur im Fußball bleibt die Hauptstadt stumm
Berlin beherrscht den deutschen Sport – nur nicht im Fußball
In fast allen Sportarten ist Berlin die dominierende Kraft in Deutschland – mit einer bemerkenswerten Ausnahme: dem Fußball. Während die Hauptstädter in dieser Saison in Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey die höchsten Auszeichnungen errungen haben, spielt die Stadt in der Fußball-Bundesliga weiterhin nur eine untergeordnete Rolle.
Die BR Volleys sicherten sich mit einem Sieg in Lüneburg ihre zehnte Meisterschaft in Folge im Männer-Volleyball. Rund 50 mitgereiste Fans begleiteten das Team. Gleichzeitig holte sich die Eishockey-Mannschaft der Eisbären Berlin zum fünften Mal in sechs Jahren den Titel.
Im Handball erreichten die Füchse Berlin das Halbfinale der Champions League und unterstrichen damit die starke Bilanz der Hauptstadt. Auch das Basketball-Team von Alba Berlin steht kurz vor den Playoffs der Bundesliga. Diese Erfolge zeigen: Berlin glänzt in mehreren Sportarten mit konstanter Spitzenleistung.
Doch im Fußball sieht die Lage anders aus. Union Berlin sicherte zwar den Klassenerhalt in der Bundesliga, kann aber nicht mehr absteigen – ein eher bescheidenes Zeichen von Stärke. Hertha BSC, einst eine Fußball-Großmacht, steckt weiterhin in der zweiten Liga fest, ein Aufstieg scheint unwahrscheinlich. Der letzte Meistertitel einer Berliner Mannschaft liegt 95 Jahre zurück, als Hertha 1931 triumphierte. Heute ist die Bundesliga die einzige Elite-Liga, in der die Hauptstadt keine nennenswerte Rolle spielt.
Während Berlins Vereine in Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey weiterhin Finalrunden erreichen und Titel gewinnen, dauert im Fußball das lange Warten auf die Rückkehr in die Bedeutungslosigkeit an.






