Berlin E-Prix 2026: GEN4-Boliden feiern Feuerprobe auf dem Flughafen Tempelhof
Michael TextorBerlin E-Prix 2026: GEN4-Boliden feiern Feuerprobe auf dem Flughafen Tempelhof
Die Countdown-Uhr zum Berlin E-Prix 2026 läuft: Die Teams feilen an den letzten Vorbereitungen für das Doppelrennen auf dem Flughafen Tempelhof am 2. und 3. Mai. Im Mittelpunkt steht der neue GEN4-Formula-E-Boliden – ein bahnbrechendes Fahrzeug, das für Tempo, Nachhaltigkeit und Allradantrieb konzipiert wurde. Fahrer wie der Tabellenführer Pascal Wehrlein und der aktuell formstärkste Pilot António Félix da Costa müssen sich auf der berüchtigt rauen Strecke beweisen.
Sein öffentliches Debüt feierte der GEN4 auf dem Circuit Paul Ricard, wo Citroën Racing während der Tests eine auffällige Tarnlackierung präsentierte. Das neueste Modell ist der erste Einsitzer in der FIA-Geschichte mit permanentem Allradantrieb, der bis zu 600 kW (816 PS)ohne Durchdrehen der Räder abrufen kann. Seine Beschleunigung ist atemberaubend: von 0 auf 100 km/h in nur 1,8 Sekunden – schneller als die aktuellen Formel-1-Boliden.
Doch der GEN4 ist mehr als nur ein Rennmonster. Als "kreislauffähiges" Fahrzeug setzt er auf recycelte Materialien und eine vollständig wiederverwertbare Batterie – ein klares Bekenntnis zu Formula E's Nachhaltigkeitsstrategie, ohne Kompromisse bei der Rennperformance einzugehen.
Auf dem Flughafen Tempelhof wartet auf die Teams eine besondere Herausforderung: Die betonierte Strecke ist extrem abrasiv, reibt die Reifen schnell ab und erzeugt enorme Hitze. Das wird sowohl die Belastbarkeit des GEN4 als auch die Anpassungsfähigkeit der Fahrer über das Rennwochenende mit zwei Läufen auf die Probe stellen.
Aktuell führt Pascal Wehrlein die Meisterschaft mit 83 Punkten an, dicht gefolgt von Edoardo Mortara (72 Punkte). António Félix da Costa geht als der Pilot mit der besten aktuellen Form in den Berlin E-Prix – und heizt den Kampf um die wertvollen Punkte weiter an.
Das Rennen in Berlin wird zum Schlüsselmoment für den GEN4: Hier muss er beweisen, was er auf einer der härtesten Strecken der Serie leistet. Mit Fokus auf Nachhaltigkeit, roher Geschwindigkeit und Allrad-Innovation verspricht das Event Hochspannung pur. Die Ergebnisse könnten die Meisterschafts-Wertung entscheidend prägen, bevor die Saison in die nächste Phase geht.






