07 May 2026, 04:18

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Denkmal in einem Stadtplatz für Holocaust-Opfer, mit einem Baum davor, einem Topfgewächs, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden im Hintergrund.

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus wird bald ein Platz den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen. Die offizielle Namensverleihung findet am Mittwoch statt und wird von Regierendem Bürgermeister Kai Wegner mit einer Ehrung begleitet. Die Veranstaltung fällt zeitlich mit den Debatten über die jüngsten Maifeierlichkeiten in der Stadt zusammen.

Die Zeremonie beginnt um 9:00 Uhr im Inneren des Abgeordnetenhauses im Rahmen einer Sonderplenarsitzung, die – anders als üblich – erst um 11:00 Uhr startet. Nach den Ansprachen wird im Anschluss eine neue Namensplatte zu Ehren Friedländers enthüllt.

Die Maifeiern in Berlin blieben am 1. Mai weitgehend friedlich. Dennoch nahm die Polizei mehrere Dutzend Personen in Gewahrsam und leitete etwa 120 Ermittlungsverfahren ein. Zu den mutmaßlichen Straftaten zählten Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexuelle Belästigung.

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In den kommenden Tagen werden die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses die Ereignisse vom 1. Mai aufarbeiten. Ihre Debatte konzentriert sich dabei sowohl auf die Feierlichkeiten als auch auf Vorfälle, die sich im Rahmen der Demonstrationen ereignet haben.

Die Umbenennung des Platzes würdigt Friedländer, die als Ehrenbürgerin Berlins und Überlebende des Holocaust gilt. Gleichzeitig bietet die Zeremonie Anlass zur Reflexion, während die Politik die Bewältigung der Maikundgebungen in der Stadt prüft. Die polizeilichen Ermittlungen zu den mutmaßlichen Straftaten laufen derweil weiter.

Quelle