Berlin und Brandenburg planen gemeinsame Bewerbung für die Expo 2035
Michael TextorBerlin und Brandenburg planen gemeinsame Bewerbung für die Expo 2035
Berlin und Brandenburg treiben ihre Pläne voran, die Weltausstellung 2035 auszurichten. Die beiden Länder haben vereinbart, eine gemeinsame Bewerbung zu prüfen, wobei nun wichtige politische Akteure eine strukturierte Herangehensweise vorantreiben. Der vorgeschlagene Veranstaltungsort liegt in der Nähe des Flughafens Berlin Brandenburg (BER), größtenteils auf brandenburgischem Gebiet.
Der Prozess für eine offizielle Bewerbung gewann an Fahrt, nachdem Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke eine Einigung erzielten. Wegner betonte, dass man auf bestehenden technischen Vorarbeiten aufbauen und ein gemeinsames Konzept beider Länder entwickeln müsse. Eine detaillierte Prüfung der Anforderungen, Chancen, Risiken und möglichen Ergebnisse der Bewerbung soll bis Oktober abgeschlossen sein.
Die Berliner Wirtschaft hat laut Wegner dazu beigetragen, das Thema Expo in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Gleichzeitig drängt die Berliner SPD unter Führung von Steffen Krach auf konkrete Schritte – Wirtschaftsstaatssekretärin Franziska Giffey bereitet die Bewerbung nun aktiv vor. Wegner unterstrich, dass eine Entscheidung nur auf Grundlage gründlicher Analysen der Finanzen, der Infrastruktur und der organisatorischen Machbarkeit fallen dürfe.
Der Bürgermeister verwies zudem auf übergeordnete Vorteile: Eine erfolgreiche Bewerbung könnte die nachhaltige Entwicklung fördern, das Wirtschaftswachstum stärken und die internationale Sichtbarkeit der Region Berlin-Brandenburg erhöhen.
Als nächste Schritte steht ein gemeinsamer Bewertungsprozess an, dessen Ergebnisse im Herbst erwartet werden. Bei einer Zustimmung könnte die Bewerbung langfristige Projekte in der Region prägen. Beide Regierungen werden sich auf die Erkenntnisse der Prüfung stützen, bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen.






