23 May 2026, 14:19

Berliner Schulen brauchen dringend Reformen für mehr Chancengerechtigkeit und Demokratie

Koalition für ein gerechteres Schulsystem in Berlin gegründet

Berliner Schulen brauchen dringend Reformen für mehr Chancengerechtigkeit und Demokratie

Breites Bündnis fordert grundlegende Reformen an Berlins Schulen

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Ein breites Bündnis aus Schüler:innen, Lehrkräften und Bildungsaktivist:innen drängt auf tiefgreifende Veränderungen im Berliner Schulsystem. Die Initiative „Gute Schulen für alle“ fordert mehr Demokratie, Inklusion und Chancengerechtigkeit im Bildungssystem. Die Forderungen kommen zu einer Zeit, in der die psychische Gesundheit von Schüler:innen und der ungleiche Zugang zu Bildung zunehmend Sorgen bereiten.

Am Donnerstag wird Jennifer Rosin, die Landesschülervertreterin Berlins, zentrale Forderungen für demokratischere Schulen vorstellen. Sie verweist auf die wachsenden Belastungen vieler Schüler:innen – Einsamkeit, Krankheiten und psychische Probleme – die sie als inakzeptablen Druck bezeichnet. Der Landes-Schüler:innen-Ausschuss (LSA) unterstützt diese Position und betont, dass hochwertige Bildung einen grundlegenden Wandel erfordert.

Zu den Vorschlägen des Bündnisses gehören die Einstellung von mehr Personal und der Aufbau eines größeren Pools an Vertretungslehrkräften. Zudem soll die Arbeitsbelastung von Lehrkräften verringert werden, da der aktuelle Druck die Unterrichtsqualität beeinträchtige. Lydia Puschnerus, Lehrerin und Vorsitzende des Schulbereichs der GEW Berlin, warnt, dass eine übermäßige Fokussierung auf Tests das eigentliche Lernen schwäche.

Janine Schott vom Berliner Bündnis für schulische Inklusion weist auf eklatante Versorgungslücken hin: Rund 2.800 Kinder in der Stadt haben derzeit keinen Schulplatz. Das Bündnis untermauert seine Forderungen mit einem detaillierten Maßnahmenkatalog, der darauf abzielt, durch Schulen das Vertrauen in demokratische Strukturen wiederherzustellen.

Die Initiative spiegelt eine wachsende Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen wider. Würden die Vorschläge umgesetzt, hätten Lehrkräfte mehr Unterstützung, das Wohlbefinden der Schüler:innen würde sich verbessern, und mehr Kinder könnten eine Schule besuchen. Nun kommt es darauf an, ob die Politik diese Forderungen nach systemischem Wandel aufgreift.

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