02 April 2026, 22:21

Brandenburg verdoppelt Eigenheim-Förderung gegen sinkende Baugenehmigungen

Ausführliche alte Karte von Brandenburg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden, Parks und Sehenswürdigkeiten.

Brandenburg verdoppelt Eigenheim-Förderung gegen sinkende Baugenehmigungen

Brandenburg will mehr Bewohnern den Weg ins Eigenheim ebnen

Die neue Koalitionsregierung des Landes plant, die Förderung für selbstgenutztes Wohneigentum zu verdoppeln – als Reaktion auf einen deutlichen Rückgang der Baugenehmigungen. In den vergangenen vier Jahren sank die Zahl der bewilligten Wohneinheiten kontinuierlich, was Sorgen um Bezahlbarkeit und Wohnraumversorgung schürt.

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2025 wurden in Brandenburg nur noch 7.962 neue Wohnungen genehmigt, ein Rückgang um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt sich der negative Trend fort: Die aktuellsten Zahlen zeigen lediglich 7.047 Wohneinheiten in Neubauten – ein Minus von 2,3 Prozent gegenüber 2024. Als Hauptgrund gelten die hohen Baukosten, die Teil eines bundesweiten Trends sind. Zwischen 2021 und 2024 gingen die Baugenehmigungen deutschlandweit um 43 Prozent zurück.

Anders als Brandenburg verzeichnete Berlin 2025 einen Anstieg der Wohnungsgenehmigungen: Über 14.000 Einheiten erhielten grünes Licht – ein Plus von 44 Prozent. Die Hauptstadt setzt dabei auf eine 30-Prozent-Quote für sozialen Wohnungsbau in Neubauprojekten, ein Modell, das Brandenburg nicht übernommen hat. Stattdessen konzentriert sich die SPD/CDU-geführte Landesregierung auf die Beschleunigung von Bauvorhaben und den Ausbau von Fördermitteln für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Der soziale Mietwohnungsbau bleibt zwar ein zentraler Baustein der Brandenburgischen Wohnungsbaupolitik. Doch nun rückt auch die Eigentumsförderung stärker in den Fokus – insbesondere für junge Familien. Durch höhere finanzielle Unterstützung soll der Rückgang bei Neubauten gestoppt und der Druck auf den Mietmarkt verringert werden.

Die Herausforderungen auf dem Brandenburgischen Wohnungsmarkt bleiben jedoch groß: Die Zahl der genehmigten Neubauten sinkt Jahr für Jahr. Mit der Verdopplung der Mittel für Wohneigentum und dem Ausbau von Förderprogrammen will das Land bezahlbaren Wohnraum für einkommensschwächere Haushalte schaffen. Gelingt dies, könnte der Bau-Rückgang gebremst und den Bewohnern stabilere Wohnperspektiven geboten werden.

Quelle