Bundespolizei droht Blackout bei Körperkameras – und die Zeit wird knapp
Wilhelm RoskothBundespolizei droht Blackout bei Körperkameras – und die Zeit wird knapp
Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras
Die deutsche Bundespolizei könnte bald ohne funktionierende Körperkameras dastehen. Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung einzustellen, und eine neue Ausschreibung für Nachfolgemodelle ist bereits gescheitert. Die Behörden stehen nun unter Zeitdruck, um im kommenden Jahr einen kritischen Engpass zu vermeiden.
Die Bundespolizei hatte 5 Millionen Euro für die Beschaffung von 2.500 neuen Körperkameras veranschlagt – mit der Option auf weitere 1.500 Geräte. Doch das Vergabeverfahren platzte, nachdem zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus potenzielle Lieferanten abschreckten. Dadurch droht Beamten im nächsten Jahr der Ausfall der wichtigen Technik.
Körperkameras sind ein zentrales Instrument, um aggressive Vorfälle und Straftaten zu dokumentieren. Sie tragen zudem zur Deeskalation bei, insbesondere in stark frequentierten Bereichen wie Bahnhöfen. Einige der bestehenden Modelle lassen sich sogar nahtlos mit den Tasern der Polizei verbinden und sind damit ein unverzichtbares Werkzeug für den Einsatz.
Da der aktuelle Hersteller seine Unterstützung einstellt, fordern Verantwortliche nun das Bundesinnenministerium zum Eingreifen auf. Eine mögliche Lösung wäre die Verhandlung einer teuren Verlängerung mit dem scheidenden Lieferanten – was jedoch Millionen kosten könnte.
Ohne schnelle Maßnahmen könnte die Bundespolizei 2023 ohne essenzielle Ausrüstung dastehen. Die gescheiterte Ausschreibung und die zusätzlichen Anforderungen haben die Optionen stark eingeschränkt. Eine Lösung muss zügig gefunden werden, um Betriebsstörungen zu verhindern.
