29 June 2026, 18:42

CDU-Politiker Krings attackiert Prostitutions-Kommission als "realitätsfremd"

CDU-Vize Krings kritisiert Prostituiertionskommission

CDU-Politiker Krings attackiert Prostitutions-Kommission als "realitätsfremd"

Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat scharfe Kritik an einer Kommission geübt, die die deutschen Prostituiertenschutzgesetze überprüfen soll. Er stellt deren Unabhängigkeit infrage und bezweifelt die Seriosität der Forschungsergebnisse. Die Kommission war von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) eingesetzt worden.

Krings wirft der Kommission Vorurteile vor, da sie noch unter der vorherigen, von CDU und CSU geführten Bundesregierung gebildet wurde. Sie vermittle ein verzerrtes Bild der Prostitution in Deutschland, so Krings. Als Beleg führt er offizielle Zahlen an, wonach bundesweit lediglich 50 Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt seien.

Zudem hält er es für fragwürdig, dass sich die Kommission auf eine kriminologische Studie stützt, der zufolge 25 Prozent der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter einen Hochschulabschluss besitzen und 80 Prozent krankenversichert seien. Diese Angaben nennt Krings „realitätsfremd“ – die Studie spiegle nur einen kleinen, privilegierten Ausschnitt der Branche wider. Sein eigener Schätzung zufolge sind nicht mehr als zehn Prozent der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter offiziell gemeldet.

Krings wirft der Kommissionsvorsitzenden vor, sie propagiere zweifelhafte Erkenntnisse und versuche nun, diese nachträglich zu rechtfertigen. Auffällig sei zudem, dass dieselbe Person auch das Institut leite, das die umstrittene Studie erstellt habe.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die CDU/CSU-Fraktion steht der Kommission seit ihrer Gründung kritisch gegenüber. Krings’ Vorwürfe zielen auf deren Zusammensetzung, die Glaubwürdigkeit der Daten und die Darstellung der Sexarbeit ab. Die Debatte zeigt, wie umstritten die Regulierung der Prostitution in Deutschland nach wie vor ist.

Quelle