CDU Solingen fordert härteres Vorgehen gegen Mobbing in Schulen und Kitas
Michael TextorCDU Solingen fordert härteres Vorgehen gegen Mobbing in Schulen und Kitas
Die Solinger CDU drängt auf entschlossenere Maßnahmen gegen Mobbing in Schulen und Kitas. Die Partei fordert genauere Daten darüber, wie verbreitet das Problem vor Ort ist und welche Gegenmaßnahmen bereits ergriffen werden. Mit ihrer Anfrage will sie das Thema ganz oben auf die politische Agenda der Stadt setzen.
Der Antrag der CDU wird nun in zwei zentralen Ausschüssen beraten, was eine genauere Prüfung der Mobbingprävention erzwingt. Gefragt wird, wie viele Kinder in Solinger Schulen und Kitas von Mobbing betroffen sind – und wie häufig solche Vorfälle vorkommen. Zudem stellt die Partei infrage, ob die Personaldecke ausreicht, um das Problem wirksam zu bekämpfen.
Lokale Zahlen, wie viele junge Menschen in Solingen in den vergangenen Jahren wegen Mobbing medizinische oder psychologische Hilfe benötigten, liegen nicht vor. Doch bundesweite Studien deuten auf ein erhebliches Ausmaß hin. Laut PISA 2022 erleben 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland mindestens mehrmals im Monat Mobbing. Übertragen auf Solingen wären das rund 2.800 betroffene Schülerinnen und Schüler.
Besonders besorgt zeigt sich die CDU über digitales Mobbing, etwa in Klassenchatgruppen. Sie will wissen, welche präventiven Schritte die Stadt bereits unternommen hat. Zudem fragt die Partei, wie viel Geld aus dem Bildungsetat Nordrhein-Westfalens in Anti-Mobbing-Programme fließt.
Eine Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2023 ergab, dass etwa jedes sechste Schulkind bundesweit bereits Mobbing erlebt hat. Zwar gibt es keine Solingen-spezifischen Daten, doch die CDU argumentiert, die Stadt müsse jetzt handeln, um ihre Kinder und Jugendlichen zu schützen.
Die Anfrage wird Solingen zwingen, die bisherigen Anstrengungen gegen Mobbing und deren Finanzierung kritisch zu prüfen. Sollten die lokalen Zahlen den Bundestrends entsprechen, könnten Tausende Schülerinnen und Schüler betroffen sein. Der Vorstoß der CDU könnte zu schärferen Richtlinien und mehr Ressourcen für die Prävention in Schulen und Kitas führen.






