Chaos beim Fusion-Festival: Drogen, Vandalismus und Angriff auf Polizisten
Michael TextorChaos beim Fusion-Festival: Drogen, Vandalismus und Angriff auf Polizisten
Fusion-Festival bei Neustrelitz nach Sicherheitsbedenken mit schweren Störungen – Drogen, Vandalismus und Angriff auf Polizisten
Das Fusion-Festival in der Nähe von Neustrelitz erlebte massive Behinderungen, nachdem die Behörden wegen Sicherheitsbedenken eingriffen. Polizei und Zollbeamte registrierten zahlreiche drogenbezogene Straftaten, Sachbeschädigungen und sogar einen Angriff auf einen Einsatzbeamten während der Veranstaltung.
Das Festival wurde am Donnerstagabend vorübergehend unterbrochen, nachdem Brände ausgebrochen waren. Alle Besucher wurden vorsorglich auf einen nahegelegenen Flugplatz evakuiert.
Im Tumult der Ereignisse sollen mehrere Personen eine mobile Polizeistation mit Graffiti besprüht haben. Ein Beamter, der den Vorfall filmen wollte, wurde körperlich angegriffen und erlitt leichte Verletzungen. Durch den Vandalismus entstand ein Sachschaden von schätzungsweise 500 Euro.
Die Polizei führte stichprobenartige Kontrollen durch und dokumentierte zehn Straftaten sowie einen Ordnungswidrigkeitsverstoß, größtenteils im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln. Beschlagnahmt wurden unter anderem Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine. Die Zollbeamten leiteten zudem 24 Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Cannabiskonsumgesetz ein.
Bei Verkehrskontrollen im Umfeld des Festivals stellten die Beamten 48 Fälle von Drogenfahrten fest. In acht Fällen wurden Strafanzeigen wegen Drogenbesitzes oder -handels erstattet. Zudem wurde eine Person ohne gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland ermittelt.
Rund 70 Bundespolizisten waren am Bahnhof Neustrelitz im Einsatz, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Die Vorfälle führten zu mehreren Festnahmen und rechtlichen Konsequenzen. Die Ermittlungen zu den Drogendelikten, Sachbeschädigungen und dem Angriff auf den Beamten laufen weiterhin. Die vorübergehende Unterbrechung des Festivals und die Evakuierung der Besucher sicherten während des Notfalls deren Schutz.
