28 March 2026, 14:28

Condor vor dem Scheideweg: Verkauf oder ungewisse Zukunft bis 2026

Plakatankündigung für eine Luftschau in München am 25. August 1935, das Flugzeuge am Himmel zeigt mit Text unten.

Condor vor dem Scheideweg: Verkauf oder ungewisse Zukunft bis 2026

Die Zukunft von Condor steht auf dem Spiel – die entscheidende Frist rückt näher

Bis Ende September 2026 muss die Fluggesellschaft Condor einen neuen Käufer finden – oder sich auf eine ungewisse Zukunft einstellen. Eine aktuelle Folge des Podcasts "Gedankenflüge" beleuchtet die turbulente Geschichte des Unternehmens, seine finanziellen Kämpfe und die nun anstehenden wegweisenden Entscheidungen.

Die eigenständige Folge stützt sich auf wochenlange Recherchen, darunter EU-Subventionsakten, Finanzberichte und Insidergespräche. Sie zeigt auf, wie Condor von derProfitabilität im Jahr 2019 an den Rand des Zusammenbruchs geriet – und was als Nächstes unter dem aktuellen Eigentümer, der britischen Investmentfirma Attestor, auf die Airline zukommt.

Vom Boom zur Krise: Condors schwierige Jahre Die Probleme von Condor begannen mit dem Kollaps der Muttergesellschaft Thomas Cook im Jahr 2019. Zwar war die Airline selbst damals solvent und profitabel, verlor jedoch sämtliche Bargeldreserven in einem gemeinsamen Liquiditätspool, der von dem insolventen Reiseveranstalter kontrolliert wurde. Während der Pandemie sprang die deutsche Regierung ein und sicherte Condor mit einem Notkredit der staatseigenen KfW-Bank in Höhe von 550 Millionen Euro das Überleben.

2021 übernahm die britische Investmentsgesellschaft Attestor die Mehrheit an Condor. Unter ihrer Führung baute die Airline ihre Geschäfte wieder auf, erneuerte ihre gesamte Flotte und kehrte im Geschäftsjahr 2024/25 in die Gewinnzone zurück. Mittlerweile befördert Condor über 11 Millionen Passagiere jährlich und erwirtschaftet rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz. Doch trotz dieser Erholung hat sich Attestors ursprünglicher Plan – das Unternehmen zu stabilisieren und gewinnbringend weiterzuverkaufen – bisher nicht umsetzen lassen.

Die entscheidende Hürde: Eigentumsverhältnisse und Finanzkonstrukte Ein zentrales Hindernis bleibt: Der deutsche Staat und sein Mitinvestor, die SG Luftfahrtgesellschaft, halten weiterhin 49 Prozent der Anteile. Attestor hätte zwar die Option, diese bis Ende 2026 auszukaufen – doch statt dessen sucht das Unternehmen nach einem strategischen Partner, der die Airline übernehmen könnte. Der Podcast analysiert die finanziellen Verstrickungen dahinter, etwa die Rolle von Senior- und Junior-Tranchen in der Verschuldung und wie ein Earn-out-Modell eine mögliche Übernahme gestalten könnte. erschwerend kommt hinzu, dass Attestor als britischer Investor strukturelle Herausforderungen mit sich bringt – insbesondere für eine deutsche Airline mit staatlicher Unterstützung.

September 2026: Der Tag der Wahrheit Die Folge stellt den 30. September 2026 als Stichtag dar – nicht nur für die Eigentumsfrage, sondern für das langfristige Überleben von Condor. Ohne einen Käufer bleibt die Zukunft der Airline ungewiss, zerrissen zwischen vergangenen Krisen, der jüngsten Wende und den Forderungen der Investoren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Condors nächste Etappe: Verkauf, Umstrukturierung oder ungewisse Übergangsphase? In den kommenden Monaten wird sich entscheiden, wie es mit Condor weitergeht. Die Airline hat sich zurück in die Gewinnzone gekämpft, doch ihr Schicksal hängt nun davon ab, ob sich bis zur Frist 2026 ein passender Partner findet. Der "Gedankenflüge"-Podcast skizziert die Optionen: ein Verkauf, eine Neuaufstellung – oder ein unkontrollierter Übergang jenseits von staatlichem und Investoreneinfluss.

Quelle