Deutsche Bahn droht mit noch mehr Verspätungen ohne Milliarden-Investitionen bis 2029
Michael TextorDeutsche Bahn droht mit noch mehr Verspätungen ohne Milliarden-Investitionen bis 2029
Die Deutsche Bahn hat gewarnt, dass ihre Züge noch unpünktlicher werden, wenn nicht dringend investiert wird. Die Unternehmenschefin Evelyn Palla fordert Milliarden an zusätzlichen staatlichen Mitteln, um einen weiteren Leistungsabfall zu verhindern. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat bereits ein klares Ziel vorgegeben: Bis Ende 2029 sollen 70 Prozent der Züge pünktlich ankommen.
Die aktuellen Fördermittel reichen jedoch nicht aus, um dieses Pünktlichkeitsziel zu erreichen. Laut Prognosen der Deutschen Bahn wird die Pünktlichkeit ohne weitere Finanzspritzen bis 2030 auf unter 60 Prozent sinken. Das Unternehmen betont, dass bis zum Ende des Jahrzehnts zusätzliche 13 Milliarden Euro nötig seien, um dies zu verhindern.
Die bisherigen finanziellen Zusagen der Bundesregierung haben bereits zu einer Steigerung der Pünktlichkeit um fünf Prozentpunkte geführt. Bei einer ähnlichen Förderung könnte die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben Schnieders 70-Prozent-Ziel erreichen und weitere Modernisierungsvorhaben umsetzen. Doch Palla lässt keinen Zweifel: Ohne weitere Investitionen werde das System an seine Grenzen stoßen.
Schnieders Vorgabe von 70 Prozent Pünktlichkeit bleibt das offizielle Ziel. Die Berechnungen der Deutschen Bahn zeigen, dass mit zusätzlichen 13 Milliarden Euro dieses Vorhaben realisierbar wäre. Fehlen die Mittel, droht dem Unternehmen zufolge eine deutliche Verfehlung der Marke.
Der Streit um die Finanzierung eskaliert, während die Deutsche Bahn unter wachsendem Druck steht, die Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs zu verbessern. Die geforderten 13 Milliarden Euro könnten die 70-Prozent-Pünktlichkeit bis 2029 sichern und geplante Schienenprojekte abschließen. Ohne diese Mittel warnt das Unternehmen vor verschärften Verspätungen und verpassten Zielen.






