11 May 2026, 00:25

Deutschland plant Kauf von Tomahawk-Raketen – trotz Skepsis und hoher Kosten

Plakat eines Soldaten mit Helm und militärischer Uniform, der eine Waffe hält, mit dem Text "Investiere in die Invasion, Kaufe Kriegsanleihen" und einem entschlossenen Gesichtsausdruck.

Deutschland plant Kauf von Tomahawk-Raketen – trotz Skepsis und hoher Kosten

Deutschland treibt die Pläne zum Kauf von Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk sowie Typhon-Startsystemen aus den USA entschlossen voran. Der Schritt erfolgt im Rahmen der Bemühungen Berlins, die eigenen Fähigkeiten für Langstreckenangriffe angesichts wachsender Sorgen über Russland auszubauen. Wie aus Regierungskreisen verlautet, werden die Verhandlungen nun beschleunigt – notfalls auch zu höheren Kosten.

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Ersten Berichten zufolge beabsichtigt die Bundesregierung, drei Startanlagen sowie 400 Tomahawk Block VB-Raketen zu erwerben. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte später, dass die Beschaffung aktiv geprüft werde.

Verteidigungsminister Boris Pistorius will das mögliche Abkommen während eines anstehenden Besuchs in Washington erörtern. Die Eile unterstreicht das deutsche Bestreben, eine Lücke in Europas Verteidigung zu schließen: Bisher gibt es auf dem Kontinent keine bodengestützten Langstreckenraketensysteme. Großbritannien setzt bereits seegestützte Tomahawks mit einer Reichweite von 1.600 Kilometern ein.

Trotz des politischen Vorstoßes äußern sich Fachleute skeptisch. Der Sicherheitsforscher Carlo Masala, Professor für Sicherheitspolitik, erklärte, der deutsche Plan zur Beschaffung der Raketen werde „nicht funktionieren“. Die Bundesregierung zeigt sich jedoch entschlossen, das Vorhaben umzusetzen – selbst wenn dies höhere Kosten für eine schnellere Lieferung bedeutet.

Sollte der Kauf genehmigt werden, würde dies eine deutliche Aufrüstung der deutschen Streitkräfte bedeuten. Die Tomahawks und Typhon-Systeme würden Europa erstmals bodengestützte Langstreckenkapazitäten verschaffen. Ob das Vorhaben gelingt, hängt nun von den Verhandlungen mit US-Vertretern und der Bewältigung logistischer Herausforderungen ab.

Quelle