DGB fordert Pflicht-Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer bis Monatsende
Wilhelm RoskothDGB fordert Pflicht-Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer bis Monatsende
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer ein. Bis Ende des Monats wird die Organisation konkrete Vorschläge vorlegen, um die Rentenlücke zu schließen, von der Millionen Beschäftigte betroffen sind. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi besteht darauf, dass Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligen müssen – statt die Last allein auf die Belegschaft abzuwälzen.
Aktuell verfügen rund 20 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland über keine betriebliche Altersvorsorge. Die meisten arbeiten in Unternehmen, die nicht an Tarifverträge gebunden sind. Fahimi betont, dass dadurch zu viele Menschen ohne ausreichende Rücklagen für den Ruhestand bleiben.
Der DGB fordert, dass die betriebliche Altersvorsorge als Zusatzrente ausgestaltet und von den Arbeitgebern mitfinanziert wird. In vielen europäischen Ländern liegen die Pflichtbeiträge zur Altersvorsorge bereits bei 20 Prozent oder mehr – wobei Arbeitgeber oft einen größeren Anteil tragen als die Beschäftigten. Fahimi bezeichnet den Vorschlag im Vergleich zu diesen bestehenden Systemen als angemessen.
Für nicht tarifgebundene Unternehmen schlägt der DGB vor, Arbeitnehmer unter vereinfachten Bedingungen in bestehende Versorgungswerke einzubinden. Die Gewerkschaft ist bereit, Tarifverträge auszuhandeln, um dies umzusetzen. Allerdings rechnet Fahimi mit Widerstand, da die finanzielle und wirtschaftliche Lage angespannt ist.
Sie stellt klar, dass sich Arbeitgeber ihrer Verantwortung nicht entziehen können. Ziel des DGB-Plans ist es, allen Beschäftigten Zugang zur betrieblichen Altersvorsorge zu ermöglichen – mit den Gewerkschaften als Verhandlungspartner.
Bis Ende des Monats wird der DGB detaillierte Vorschläge veröffentlichen. Falls umgesetzt, würden die Änderungen Arbeitgeber verpflichten, gemeinsam mit den Arbeitnehmern in die betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen. Dadurch könnten Millionen Menschen, die derzeit keine betriebliche Rente haben, abgedeckt werden.






