05 April 2026, 00:50

DOSB attackiert Deutsche Bahn wegen "Ambush-Marketing" bei Olympia-Werbung

Eine Goldmedaille mit der Inschrift "Internationale Post-Olympische Spiele" auf einem weißen Hintergrund.

Olympia-Team ärgerlich über Deutsche Bahn-Kampagne: 'Nicht der richtige Weg' - DOSB attackiert Deutsche Bahn wegen "Ambush-Marketing" bei Olympia-Werbung

Ein Streit ist zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Deutschen Bahn über eine Werbekampagne im Zusammenhang mit den Winterspielen entbrannt. DOSB-Präsident Otto Fricke hat das Eisenbahnunternehmen öffentlich wegen sogenannten "Ambush-Marketing" kritisiert – er wirft der Bahn vor, den olympischen Erfolg auszunutzen, ohne etwas an den Sport zurückzugeben.

Die Deutsche Bahn startete am 16. Januar ihr Angebot "Probe-BahnCard Gold", das bis zum 5. Februar 2026 verfügbar ist. Die Karte kostet 19,90 Euro und ermöglicht an allen Tagen, an denen deutsche Athletinnen und Athleten während der Olympischen Spiele Gold gewinnen, kostenlose Fernreisen durch ganz Deutschland. In einem TV-Werbespot für die Kampagne treten bekannte Winterportler auf, darunter die Paralympics-Legende Gerd Schönfelder.

Fricke verurteilte die Aktion als "nicht fair" und argumentierte, die Bahn profitiere von den Olympischen Spielen, ohne Athletinnen, Athleten oder den Breitensport zu unterstützen. Er warf dem Unternehmen vor, keine Erlöse aus der Kampagne in die Sportförderung zu investieren. Der DOSB reichte offiziell Beschwerde ein, erhielt jedoch keine zufriedenstellende Antwort.

Fricke forderte die Deutsche Bahn auf, ihre Vorgehensweise zu überdenken. Statt Werbegags solle das Unternehmen Gelder in die Nachwuchsförderung und den Spitzensport stecken.

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Der Konflikt zeigt die Spannungen zwischen kommerziellem Marketing und Sportförderung auf. Die Kampagne der Deutschen Bahn läuft weiterhin – ohne öffentliche Zusage, einen Teil der Einnahmen aus dem BahnCard-Angebot dem deutschen Sport zukommen zu lassen. Der DOSB setzt sich weiterhin für eine Lösung ein, die Athletinnen, Athleten und Basisinitiativen zugutekommt.

AKTUALISIERUNG

Political Pressure Mounts Over Deutsche Bahn's Advertising Spending

New political scrutiny has emerged over Deutsche Bahn's marketing priorities. The SPD's Fiedler condemned the company's ad budget as a 'scandal', arguing funds could have funded 100 extra security staff. This follows unrelated campaign cuts in March 2026, where the Bahn halted an Anke Engelke webseries, citing it 'no longer fits the times'.