Eren Dinkçis Tor hält Heidenheim im Abstiegskampf – und rettet Leben
Michael TextorEren Dinkçis Tor hält Heidenheim im Abstiegskampf – und rettet Leben
Eren Dinkçi erzielte am Samstag ein entscheidendes Tor für Heidenheim beim 2-0-Sieg gegen den FC St. Pauli. Der Erfolg hält den Kampf des Vereins gegen den Abstieg noch eine weitere Woche am Leben. Abseits des Platzes hat die persönliche Geschichte des Stürmers eine Welle der Unterstützung für Stammzellspenden ausgelöst.
Dinkçi, der aktuell von Freiburg ausgeliehen ist, widmete sein Tor seiner Freundin Cinja, die an Leukämie erkrankt ist. Das Paar hatte bereits früher in der Saison eine Kampagne gestartet, um andere dazu zu bewegen, sich als potenzielle Spender registrieren zu lassen. Ihre Bemühungen gewannen an Fahrt, nachdem Heidenheim eine Partnerschaft mit der DKMS, einer Organisation zur Bekämpfung von Blutkrebs, eingegangen war.
Am vergangenen Wochenende, während Heidenheims Auswärtsspiel in Freiburg, ließen sich 688 Menschen als mögliche Stammzellspender registrieren. Die Initiative des Vereins kam zu einem Zeitpunkt, an dem Cinja selbst möglicherweise in Zukunft eine Transplantation benötigen könnte.
Auf dem Platz katapultierte der Sieg Heidenheim vorläufig aus der Abstiegszone, doch die Mannschaft bleibt Tabellenletzter der Bundesliga. Trainer Frank Schmidt hob Dinkçis Leistung als entscheidend hervor und lobte sowohl sein Tor als auch seinen Einfluss auf den Mannschaftskampf um den Klassenerhalt.
Das Spielergebnis nimmt den Druck von Heidenheim vorerst etwas, doch die Lage in der Tabelle bleibt prekär. Unterdessen hat die von Dinkçi und Cinja angestoßene Spendenaktion bereits Hunderten den Anstoß gegeben, sich registrieren zu lassen. Ihre Kampagne geht weiter, während der Verein auf zwei Ebenen kämpft – auf dem Platz und in der Gemeinschaft.






