25 May 2026, 06:23

Familienministerin lehnt Kürzungen beim Elterngeld ab – und fordert Reformen

SPD-Fraktion lehnt flächendeckende Kürzungen des Elterngeldes ab: Schmidt plädiert für Reformen statt Sparmaßnahmen

Familienministerin lehnt Kürzungen beim Elterngeld ab – und fordert Reformen

Familienministerin Lisa Schmidt hat Reformen beim Elterngeld gefordert, lehnt aber pauschale Kürzungen des Systems ab. Die Politik bezeichnete sie als einen zentralen Erfolg der modernen Familienförderung, räumte jedoch ein, dass der Haushaltsdruck zunimmt.

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Schmidts Äußerungen fallen in eine Phase verschärfter Debatten über die Prioritäten der Staatsausgaben. Einige Abgeordnete fragen sich, warum Steuersenkungen für Flugtickets finanziert werden, während Familienleistungen möglicherweise gekürzt werden könnten.

Die Ministerin betonte, dass das Elterngeld maßgeblich zur Förderung einer gleichberechtigten Elternschaft beigetragen habe. Zwar sei sie offen für Anpassungen, doch lehne sie generelle Kürzungen entschieden ab. Stattdessen forderte sie die Koalition auf, nach alternativen Haushaltslösungen zu suchen, die die soziale Infrastruktur schützen.

Schmidt erkannte die angespannte Finanzlage des Bundes an, schlug jedoch vor, Besserverdiener und vermögendere Bürger stärker an den Kosten zu beteiligen. Dies könnte, so ihr Argument, Mittel für zukünftige Investitionen in Familien freimachen.

Unterdessen kritisierte ihr Koalitionskollege Markus Krach die Regierungsprioritäten. Er hinterfragte, warum 300 Millionen Euro für die Senkung der Flugticketsteuern bereitstünden, nicht aber für die Unterstützung von Familien. Krach warnte, dass Kürzungen bei Familienleistungen die langfristigen Perspektiven Deutschlands gefährden würden, und bestand darauf, dass die Hilfe für Eltern Vorrang vor günstigeren Flugtickets haben müsse.

Der Streit verdeutlicht die Spannungen innerhalb der Koalition über die Ausgabenpolitik. Schmidts Forderung nach gezielten Reformen und höheren Beiträgen von Spitzenverdienern ebnet den Weg für weitere Verhandlungen. Krachs Haltung unterstreicht die Forderung, die Familienförderung vor Haushaltskürzungen zu schützen.

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