25 April 2026, 10:20

Förderskandal um Antisemitismus-Projekte erschüttert Berliner Politik und kostet Senatorin den Job

Plakat aus dem Jahr 1900, das eine Berliner Sezession ankündigt und eine Frau in rotem Kleid zeigt, die ein Objekt mit Text hält.

Förderskandal um Antisemitismus-Projekte erschüttert Berliner Politik und kostet Senatorin den Job

Berliner Politik von Förderskandal um Antisemitismus-Prävention erschüttert

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Die politische Szene Berlins wird von einem Fördergeldskandal um Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus erschüttert. Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson trat zurück, nachdem ein Bericht enthüllte, dass Millionen Euro rechtswidrig vergeben worden waren. Unterdessen verteidigte CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein Bürgermeister Kai Wegner gegen Kritik an der Affäre.

Der Skandal kam ans Licht, nachdem der Berliner Rechnungshof Unregelmäßigkeiten bei der Verteilung von Geldern für Antisemitismus-Initiativen aufgedeckt hatte. Als Reaktion darauf erklärte Wedl-Wilson ihren Rücktritt und übernahm die volle Verantwortung für das Fehlmanagement. Klein äußerte später "großen Respekt" für diese Entscheidung und würdigte die Verantwortungsbereitschaft der Senatorin.

Klein wies Vorwürfe, Bürgermeister Wegner trage eine Mitschuld, entschlossen zurück. Sie bezeichnete solche Anschuldigungen als "unbegründet" und wies breitere Angriffe der Opposition zurück. Die CDU-Vorsitzende bestritt zudem Spannungen mit dem Koalitionspartner SPD und stellte klar, dass Steffen Krach – mittlerweile Regierungspräsident in Hannover – keinen Einfluss mehr auf die Berliner Landespolitik habe.

Angesichts der Folgen des Skandals forderte Klein die Verantwortlichen auf, sich wieder auf die wirksame Bekämpfung von Antisemitismus zu konzentrieren. Sie betonte, wie wichtig es sei, dass die Gelder zügig bei den vorgesehenen Gemeinschaftsprojekten ankommen. Ihre Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund von Vorwürfen – auch seitens des SPD-Politikers Steffen Krach –, die Koalition habe die Situation falsch gehandhabt. Klein tat diese als "Wahlkampfgeklapper" und ein "durchsichtiges Manöver" ab, um politisch zu punkten.

Wedl-Wilsons Rücktritt markiert einen Wendepunkt in der Debatte um die Antisemitismus-Fördergelder in Berlin. Kleins Verteidigung Wegners und ihr Appell, die Gemeinschaftsprojekte wieder in den Fokus zu rücken, deuten auf den Versuch hin, die Koalition zu stabilisieren. Nun, da der Prüfbericht öffentlich ist, rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie die Stadt die Vergabepraxis künftig korrigieren wird.

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