Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Übernahme von Hugo Boss
Ella WeihmannFrasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Übernahme von Hugo Boss
Die Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund für den deutschen Modekonzern Hugo Boss vorgelegt. Das Angebot bewertet das Unternehmen mit 38 Euro pro Aktie für die 74 Prozent der Anteile, die Frasers derzeit nicht besitzt.
Hugo Boss ist spezialisiert auf hochwertige Herren-, Damenbekleidung, Schuhe und Accessoires. Zum Jahresende 2025 verzeichnete das Unternehmen Bruttovermögen in Höhe von 3,7 Milliarden Euro, Nettovermögen von 1,6 Milliarden Euro, Umsatzerlöse von 4,3 Milliarden Euro und ein EBITDA von 782 Millionen Euro.
Frasers hat sich von mehreren Banken eine Kreditlinie gesichert, um das Angebot sowie die damit verbundenen Übernahmekosten zu finanzieren. Zudem könnte die Gruppe Teile oder den gesamten Betrag ihres bestehenden Terminkredits und ihrer revolvierenden Kreditfazilität für die Transaktion nutzen. Nach deutschem Übernahmerecht ist Frasers verpflichtet, ein Pflichtangebot für alle Hugo-Boss-Aktien abzugeben, sobald der Anteil der Gruppe 30 Prozent erreicht.
Das Unternehmen betrachtet Hugo Boss als eine seiner fünf führenden Marken und unterstützt den aktuellen Aufsichtsratsvorsitzenden sowie den Vorstandsvorsitzenden. Frasers-CEO Michael Murray nahm aufgrund seiner Position im Aufsichtsrat von Hugo Boss nicht an den Beratungen des Vorstands über das Angebot teil.
Der Abschluss der Übernahme wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet, vorbehaltlich der notwendigen behördlichen Genehmigungen. Mit dieser prominenten Ergänzung seines Markenportfolios strebt Frasers eine weitere Stärkung seiner Position an.






