Freiburgs Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt: "Nicht deine Schuld"
Wilhelm RoskothFreiburgs Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt: "Nicht deine Schuld"
Freiburg startet stadtweite Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt
Unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld.“ hat Freiburg eine Initiative ins Leben gerufen, die sich gegen die alltägliche Gewalt richtet, der Frauen, Kinder, queere und trans Personen ausgesetzt sind. Ziel ist es, das Bewusstsein für das Problem zu schärfen und Betroffenen den Weg zu Hilfsangeboten zu weisen.
Die Kampagne thematisiert verschiedene Formen von Gewalt – von häuslicher Gewalt bis zu digitaler Belästigung. Simone Thomas, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, betonte die vielen Gesichter des Problems und die Notwendigkeit öffentlichen Handelns. Oberbürgermeister Martin Horn erklärte, die Aktion solle Betroffene zudem ermutigen, sich Hilfe zu suchen.
Die Kampagnenmaterialien werden in ganz Freiburg auf Plakaten, in sozialen Medien und anderen öffentlichen Kanälen zu sehen sein. Alle Informationen verweisen auf Beratungs- und Unterstützungsstellen. Die Mekriba-Stiftung unterstützt die Initiative und setzt sich für Prävention, Aufklärung und den Schutz von Betroffenen ein.
Das Projekt orientiert sich an der Istanbul-Konvention, die systematische Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorschreibt. Lokale Organisationen haben mitgearbeitet, um die Strategie wirkungsvoller zu gestalten.
Die Kampagne soll nicht nur die Sichtbarkeit von Hilfsangeboten für Betroffene erhöhen, sondern auch die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren. Freiburg verbindet damit Aufklärung mit konkreten Schritten im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt.
