11 April 2026, 14:23

Fünf neue Traditionen im deutschen Kulturerbe-Verzeichnis aufgenommen

Schwarz-weiß-Foto einer Stadtstraße in Windisch Feststritz, Deutschland, mit Gebäuden, Bäumen, Menschen, Karren und einem Himmel im Hintergrund.

Fünf neue Traditionen im deutschen Kulturerbe-Verzeichnis aufgenommen

Deutschland hat sein Bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes um fünf neue Traditionen erweitert. Die jüngsten Ergänzungen reichen von der Straßenfußballkultur bis hin zu jahrhundertealtem Handwerk und regionalen Festen. Vertreter der Behörden betonten, wie diese Praktiken die lebendige kulturelle Identität des Landes widerspiegeln.

Die UNESCO-Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes wurde 2003 in Paris verabschiedet. Seitdem haben 185 Staaten – darunter Deutschland im Jahr 2013 – das Abkommen ratifiziert. Das nationale Verzeichnis umfasst nun 173 kulturelle Ausdrücke, die von Gemeinschaften aktiv bewahrt und weitergegeben werden.

Die diesjährigen Neuzugänge decken ein breites Spektrum ab: Die Bolzplatzkultur, wie der Straßenfußball hierzulande genannt wird, wurde aufgenommen, ebenso wie das Handwerk der Maßschneiderei (Herrenschneiderhandwerk). Auch der Martinszug im Rheinland, die Schaustellerkultur auf Volksfesten, sowie der kleinteilige Küstenfischerei in der Ostsee und den Boddengewässern erhielten Anerkennung.

Vorschläge für die Aufnahme durchlaufen ein gründliches Prüfverfahren. Das Fachkomitee Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission bewertet jede Einreichung, bevor ein mehrstufiges Auswahlverfahren folgt. Christoph Wulf, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission, erläuterte, dass diese Traditionen dort entstehen, wo Menschen Wissen teilen und kulturelle Praktiken gemeinsam gestalten.

Die Verantwortlichen unterstrichen die Bedeutung, Traditionen lebendig zu halten. Katharina Binz, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, betonte, dass immaterielles Erbe dann gedeiht, wenn sich Gemeinschaften aktiv damit auseinandersetzen. Wolfram Weimer, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, nannte es die "lebendige Wurzel zeitgenössischer kultureller Identität".

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Das aktualisierte Verzeichnis feiert nun 173 lebendige Kulturformen in ganz Deutschland. Diese Traditionen zeigen Kreativität, Vielfalt und Innovationskraft in lokalen Gemeinschaften. Die Anerkennung sichert ihren Fortbestand und stärkt das öffentliche Bewusstsein dafür.

Quelle