Grüne fordern dringende Reform der deutschen Nachrichtendienste – "Verfassungskonformer Rahmen überfällig"
Ella WeihmannGrüne fordern dringende Reform der deutschen Nachrichtendienste – "Verfassungskonformer Rahmen überfällig"
Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, hat die Bundesregierung aufgefordert, die Reformen der deutschen Nachrichtendienste zügig voranzutreiben. Er betonte, dass eine Aktualisierung des rechtlichen Rahmens nicht nur überfällig sei, sondern eine verfassungsrechtliche Notwendigkeit darstelle.
Von Notz, der auch stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) ist, kritisierte die Untätigkeit der Regierung scharf. Bisher lägen weder Reformvorschläge für das BND-Gesetz noch für das Gesetz über den Inlandsnachrichtendienst, das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), vor.
Er unterstrich, dass die nationale Sicherheit Deutschlands von einem leistungsfähigen Auslandsnachrichtendienst abhänge. Doch nach Ansicht von Notz' fehle es der Regierung sowohl an klaren Vorgaben als auch an der notwendigen politischen Unterstützung.
Der Grünen-Politiker bestand darauf, dass die Nachrichtendienste dringend einen modernen, verfassungskonformen Rechtsrahmen benötigten. Ohne diesen, warnte er, könnte ihre Fähigkeit, wirksam zu arbeiten, beeinträchtigt werden.
Der Aufruf zur Reform rückt die anhaltenden Bedenken hinsichtlich des rechtlichen und operativen Zustands der deutschen Nachrichtendienste in den Fokus. Von Notz' Äußerungen erhöhen den Druck auf die Regierung, eine von ihm als langjährig und kritisch bezeichnete Lücke in der Sicherheitspolitik endlich zu schließen.






