Grüne fordern radikale Wende für den Schienenverkehr in NRW – doch reicht das?
Lia JunitzGrüne fordern radikale Wende für den Schienenverkehr in NRW – doch reicht das?
Die Grünen legen Schwerpunkte für besseren Schienenverkehr in Nordrhein-Westfalen fest
Die Grünen haben ihre Prioritäten für die Verbesserung des Schienenverkehrs in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Zwar werde das deutsche Bahnnetz modernisiert, doch Passagiere hätten weiterhin mit erheblichen Beeinträchtigungen zu kämpfen, so die Partei. Sie fordert eine bessere Planung und schnellere Aufrüstungen, um die Bahn zu einer echten Alternative zum Auto zu machen.
In den vergangenen Wochen gab es für Fahrgäste zwar einige Entlastungen: Die Wiederaufnahme des Betriebs auf den Linien RE7 und RB48 nach Ende der Sperrungen hat vielen die Reise erleichtert. Doch umfangreiche Bauarbeiten stehen noch bevor, und die Grünen warnen vor weiteren Einschränkungen.
Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, räumt ein, dass die Fahrgäste die aktuellen Behinderungen mit Geduld ertragen. Die Partei besteht darauf, dass lokale Bedürfnisse die Entscheidungen von Land und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) prägen müssen. Zudem fordert sie eine Umleitung der RE2-Linie, um Solingen, Wuppertal und das östliche Ruhrgebiet direkt zu verbinden.
Die Grünen setzen sich für mehrere zentrale Projekte ein. Dazu gehören der Bau neuer Weichen in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte noch vor Beginn der RRX-Bauarbeiten, eine schnellere Modernisierung der Signaltechnik sowie eine bessere Koordinierung der Bahnarbeiten. Die Elektrifizierung der S7-Linie und ihre Verlängerung bis Düsseldorf bleibt ein zentrales Anliegen.
Ziel der Partei ist es, den Schienenverkehr in den kommenden Jahren zuverlässiger, sicherer und attraktiver zu gestalten. Ein gut funktionierendes Netz solle mehr Menschen dazu bewegen, das Auto stehen zu lassen. Die Vorschläge sind Teil einer umfassenderen Initiative, um lokale Belange stärker in die regionale Verkehrsplanung einzubinden.
