Halles Thalia-Theater wird zum lebendigen Kulturzentrum für junge Künstler umgestaltet
Wilhelm RoskothHalles Thalia-Theater wird zum lebendigen Kulturzentrum für junge Künstler umgestaltet
Das ehemalige Thalia-Theater in Halle (Saale) soll zu einem lebendigen Kulturzentrum werden. Als Teil eines einzigartigen Kunstquartiers bleibt es ein zentraler Ort für freie Künste und junge Menschen. Die Stadt unternimmt nun Schritte, um seine Rolle mit neuen Fördermitteln und Partnerschaften auszubauen.
Die Stadt Halle (Saale) beabsichtigt, im Rahmen des Programms „Übermorgen – Neue Modelle für Kultureinrichtungen“ bis zu 600.000 Euro an Fördergeldern zu beantragen. Die Mittel fließen in die Umgestaltung des Theaters im Rahmen der Initiative der Kulturstiftung des Bundes.
Dr. Judith Marquardt, die stellvertretende Bürgermeisterin für Kultur und Sport, betonte die Entwicklung des Ortes zu einem wichtigen kulturellen Raum. Bürgermeister Dr. Alexander Vogt ergänzte, dass er ein Ort sein solle, an dem junge Menschen experimentieren und ihre Spuren hinterlassen können.
Ab 2026 ermöglicht ein Pilotprojekt jungen Menschen, den Raum mit eigenen Ideen zu prägen. Ein Young Future Team wird die Vorbereitungen begleiten und Erkenntnisse sammeln. Parallel nutzt das Kollektiv TOOH das Theater bis 2028 jeweils sechs Monate im Jahr für verschiedene künstlerische Sparten.
Die Stadt strebt zudem eine engere Zusammenarbeit mit TOOH, den Freien Spielstätten Halle e.V. und der unabhängigen Kunstszene an. Diese Bemühungen sollen das Potenzial des Standorts weiter erschließen. Das ehemalige Thalia-Theater bleibt jungen Menschen und kommunalen Kulturprojekten offen. Seine Rolle als tragende Säule der Halleschen Freien Szene wird weiterwachsen. Die Initiative erprobt neue Wege, Jugendliche in Kulturorte einzubinden, und sichert gleichzeitig langfristige Partnerschaften.
