06 April 2026, 20:21

Hardt fordert selektive Rückkehr syrischer Flüchtlinge nach verbesserten Bedingungen in Syrien

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien und Daten zu Binnenflüchtlingen aufgrund von Gewalt, begleitet von Text und Grafiken.

Hardt fordert selektive Rückkehr syrischer Flüchtlinge nach verbesserten Bedingungen in Syrien

Der CDU-Politiker Jürgen Hardt hat sich zur Zukunft syrischer Flüchtlinge in Deutschland geäußert. Seine Aussagen fielen in einem Interview mit dem RBB Inforadio am Montag, dem 30. März 2026. Die Diskussion steht im Zusammenhang mit einem bevorstehenden Treffen zwischen Syriens Übergangspräsidenten und deutschen Regierungsvertretern.

Hardt argumentierte, dass viele syrische Flüchtlinge die Voraussetzungen für Asyl in Deutschland nicht mehr erfüllten. Als Grund nannte er die verbesserten Lebensbedingungen in Syrien. Gleichzeitig betonte er, dass diejenigen, die in Deutschland gebraucht werden – etwa Fachkräfte –, bleiben dürfen sollten.

Er forderte zudem finanzielle Unterstützung für Rückkehrer, bestand jedoch darauf, dass das Geld direkt an die Betroffenen und nicht an die syrische Regierung fließen solle. Hardt warnte, dass die politische Zukunft Syriens davon abhänge, ob alle ethnischen und religiösen Gruppen in den Wiederaufbau einbezogen werden.

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Die Frage der Flüchtlingsrückkehr wird voraussichtlich Thema sein, wenn Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin zusammenkommt. Hardt erwartet, dass die Bundesregierung auf eine breitere Beteiligung am Wiederaufbau Syriens drängen wird. Zudem rief er Syrien dazu auf, sich auf friedliche Beziehungen zu den Nachbarländern zu konzentrieren.

Deutlich machte Hardt, dass Flüchtlinge ohne Arbeit, Integrationsperspektiven oder Zukunft in Deutschland bei Rückführungen priorisiert werden sollten.

Das Treffen zwischen al-Sharaa und Merz wird voraussichtlich die deutsche Haltung zur Flüchtlingsfrage prägen. Hardts Äußerungen deuten auf einen Politikwechsel hin, der Rückführungen fördert, gleichzeitig aber die Bedeutung derer anerkennt, die weiterhin im Land benötigt werden. Die Entscheidungen könnten Tausende in Deutschland lebende Syrer betreffen.

Quelle