Heino zeigt Solidarität mit Feuerwehrmann Münder bei umstrittenem Konzert in Bad Belzig
Lia JunitzHeino zeigt Solidarität mit Feuerwehrmann Münder bei umstrittenem Konzert in Bad Belzig
Schlagerlegende Heino gibt Solidaritätskonzert in Bad Belzig für Feuerwehrmann Richard Münder
Der berühmte deutsche Sänger Heino trat in Bad Belzig bei einem Solidaritätskonzert für den Feuerwehrmann Richard Münder auf, der wegen des Abspielens der ersten Strophe des Deutschlandlieds in die Kritik geraten war. Rund 800 Besucher, darunter viele Angehörige der Feuerwehr, folgten der Veranstaltung. Heinos Auftritt brachte die seit langem geführte Debatte über seine politische Haltung erneut ins Rollen – insbesondere wegen seiner umstrittenen Aufnahme der ersten Strophe des Liedes in den 1970er-Jahren.
Das Konzert fand vor der Kulisse eines großen Bundesadlers und in den Farben der deutschen Flagge statt. Heino präsentierte bekannte Hits wie Rosamunde und Blau blüht der Enzian, doch es war vor allem seine frühere Interpretation der ersten Strophe des Deutschlandlieds, die erneut für Aufmerksamkeit sorgte. Diese Strophe, die die Zeile "Deutschland über alles" enthält, ist seit 1952 nicht mehr Teil der offiziellen Nationalhymne – nur die dritte Strophe gilt als verbindlich.
Münder verteidigte seine Entscheidung, die erste Strophe abzuspielen, und bezeichnete die Kritik als Missverständnis. Zugleich wies er Vorwürfe zurück, er habe rechtsextreme Sympathien – eine Position, die auch Heinos langjähriger Manager Helmut Werner unterstützte. Werner betonte ausdrücklich, dass der Sänger keinerlei Verbindungen zu rechtsextremen Ideologien habe.
Heino selbst hat in den vergangenen Jahren mehrfach versucht, sich von solchen Vorwürfen zu distanzieren. So forderte er etwa ein Verbot der rechtspopulistischen AfD und äußerte sich offen darüber, in der Vergangenheit die SPD gewählt zu haben. Seine Entscheidung, für Münder aufzutreten, unterstrich erneut seine Ablehnung rechtsextremer Tendenzen.
Das Konzert in Bad Belzig machte Heinos anhaltende Bemühungen deutlich, seine politische Haltung zu klären. Während seine Aufnahme der ersten Deutschlandlied-Strophe aus den 1970er-Jahren nach wie vor Spekulationen nährt, zeigen seine jüngeren Stellungnahmen – etwa die Forderung nach einem AfD-Verbot oder Solidaritätsauftritte – ein anderes Bild. Die Veranstaltung diente sowohl als Unterstützung für Münder als auch als erneute öffentliche Distanzierung Heinos von rechtsextremen Zuordnungen.






