Hessische Polizei jagt mit Spezialeinheit TRuP rücksichtslose Raser und Tuner
Michael TextorHessische Polizei jagt mit Spezialeinheit TRuP rücksichtslose Raser und Tuner
Polizei in Hessen geht mit gezielten Kontrollen gegen gefährlichen Straßenverkehr vor
Die Spezialeinheit "TRuP" (Zielgruppe: Tuner, Rennfahrer und rücksichtslose Autofahrer) hat am Wochenende in Hanau, Ronneburg und Offenbach razziaartige Überprüfungen durchgeführt. Zahlreiche Verkehrssünder müssen nun mit hohen Geldstrafen, Fahrverboten und Fahrzeugbeschlagnahmungen rechnen, nachdem sie wiederholt gegen Verkehrsregeln verstoßen hatten.
In Ronneburg wurde ein 24-Jähriger in einem BMW M4 Competition auf der Bundesstraße 448 mit 205 km/h (erlaubt waren 100 km/h) geblitzt. Ihn erwarten mindestens 600 Euro Strafe, zwei Punkte in Flensburg und ein zweimonatiges Fahrverbot. Ein 18-Jähriger musste seinen VW Käfer abgeben, nachdem sein Fahrzeug wegen eines extrem lauten Auspuffs beanstandet wurde – mindestens 100 Euro Strafe drohen ihm wegen wiederholter Lärmverstöße.
In Offenbach zog die Polizei einen Opel Astra OPC mit ohrenbetäubendem Auspuff aus dem Verkehr, da sie illegale Umbauten vermutete. Der Halter muss nun 90 Euro Strafe zahlen, die Begutachtungskosten tragen und das Fahrzeug von einem Sachverständigen überprüfen lassen. Zudem erwischten die Beamten einen Wiederholungstäter, der ein zuvor beschlagnahmtes, getuntes Auto widerrechtlich wieder auf die Straße gebracht hatte.
In Hanau missachtete ein 30-jähriger Audi-A6-Fahrer eine rote Ampel mit mehr als einer Sekunde Rotphase – Folge: 200 Euro Strafe und ein einmonatiges Fahrverbot. Ein 50-Jähriger im VW Polo wurde mit 90 Euro bestraft, weil er die Ampel bei unter einer Sekunde Restrot überfuhr. Sechs Personen erhielten zudem ein Betretungsverbot für das Gebiet Kinzigbogen, nachdem sie durch rücksichtsloses Verhalten und Verkehrsverstöße aufgefallen waren.
Einer der schwerwiegendsten Fälle betraf einen 29-Jährigen in Hanau: Er war dabei beobachtet worden, wie er auf einem Parkplatz im Kreis raste und aggressiv beschleunigte. Die Polizei stellte fest, dass er keinen gültigen Führerschein besaß, unter Cannabis-Einfluss stand und über 2.100 Euro offene Strafen sowie einen Haftbefehl gegen sich hatte.
Die Kontrollen in den drei Städten führten zu zahlreichen Geldstrafen, Fahrverboten und Fahrzeugbeschlagnahmungen. Die Behörden kündigten an, die gezielten Maßnahmen gegen gefährliches und illegales Fahrverhalten fortzusetzen. Verkehrssündern drohen neben rechtlichen Konsequenzen auch Pflichtnachuntersuchungen für manipulierte Fahrzeuge.






