Historischer Tarifvertrag: Ost-Bauarbeiter erhalten erstmals gleichen Lohn wie der Westen
Michael TextorHistorischer Tarifvertrag: Ost-Bauarbeiter erhalten erstmals gleichen Lohn wie der Westen
Die Löhne für Bauarbeiter in Ostdeutschland steigen um 5,3 Prozent – und damit stärker als im Westen, wo die Erhöhung bei 3,9 Prozent liegt. Mit dieser Vereinbarung werden erstmals die Gehälter im gesamten Land vollständig angeglichen und die jahrzehntelangen regionalen Unterschiede beseitigt.
Der neue Tarifvertrag gilt für rund 920.000 Beschäftigte in der deutschen Bauwirtschaft. Davon arbeiten über 600.000 in den westdeutschen Regionen, der Rest im Osten.
Ziel der Lohnerhöhung ist es, die seit der Wiedervereinigung bestehende Gehaltslücke zu schließen. Mit den neuen Regelungen gilt nun vollständig das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt". Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, bezeichnete die Einigung als "historischen Meilenstein" für mehr Gerechtigkeit in der Branche.
Der aktuelle Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2027. Bis dahin erhalten Beschäftigte in beiden Landesteilen für dieselbe Arbeit das gleiche Grundgehalt. Die Löhne der ostdeutschen Bauarbeiter steigen damit schneller als die ihrer Kollegen im Westen. Die Vereinbarung beendet jahrzehntelange Ungleichbezahlung und sichert für die nächsten drei Jahre einheitliche Gehälter im ganzen Land.






