28 March 2026, 14:28

Joachim Gauck warnt vor Europas größter Gefahr seit dem Zweiten Weltkrieg

Offenes Buch mit dem Titel "Europas Warnstück oder Gute Nachricht für Großbritannien" auf dem Papier angezeigt.

Joachim Gauck warnt vor Europas größter Gefahr seit dem Zweiten Weltkrieg

Ehemaliger Bundespräsident Joachim Gauck hält Rede bei gemeinsamer Frühlingsveranstaltung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Am 14. April 2026 wird der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck die Hauptrede bei der gemeinsamen Frühlingsveranstaltung der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina halten. Unter dem Titel "Zeiten geopolitischen Wandels: Eine neue Verantwortung für Europa" wird er die Sicherheitsbedrohungen analysieren, denen der Kontinent gegenübersteht – von Russlands Krieg gegen die Ukraine bis zum Aufstieg des Populismus. Im Rahmen der Veranstaltung wird zudem Professorin Laura Hinze geehrt, die in diesem Jahr mit dem Leopoldina Early Career Award ausgezeichnet wird.

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Die Veranstaltung findet in Halle (Saale), im Festsaal (Jägerberg 1), von 17:30 bis 19:00 Uhr statt. Interessierte können sowohl vor Ort als auch im Live-Stream teilnehmen; der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist bis zum 10. April 2026 erforderlich.

Gaucks Rede: Europas Sicherheitslage in der Krise In seinem Vortrag wird Gauck die drängendsten Sicherheitsherausforderungen Europas thematisieren. Er hält Verhandlungen mit Putin mittlerweile für aussichtslos und warnt, dass der Kontinent seit dem Zweiten Weltkrieg keiner größeren Gefahr ausgesetzt war. Zu den Risiken zählt er Russlands militärische Aggression, die unsichere Unterstützung der USA unter einer möglichen Rückkehr Donald Trumps ins Amt sowie die eskalierenden Konflikte mit Iran, die das Völkerrecht untergraben. Gauck fordert einen schnellen Aufbau europäischer Verteidigungskapazitäten, eine strategische Unabhängigkeit von den USA sowie die Schaffung multilateraler Eingreiftruppen, die Drohnen abwehren und Langstreckenwaffen einsetzen können.

Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftlerin Laura Hinze Im Rahmen der Veranstaltung erhält Professorin Laura Hinze den Leopoldina Early Career Award 2026, der mit 5.000 Euro dotiert und vom Freundeskreis der Akademie gestiftet wird. Die Auszeichnung würdigt ihre Forschungserfolge. Hinze wird einen Vortrag mit dem Titel "Unendliche Räume als Überlebensstrategie von Krebszellen" halten.

Drei zentrale Forderungen Gaucks In seiner Rede wird Gauck drei Kernpunkte betonen: 1. Stärkere europäische Verteidigungsfähigkeiten 2. Schnellere multinationale Militärreaktionen 3. Neues Bekenntnis zum Völkerrecht

Die Veranstaltung bietet eine öffentliche Plattform für diese Debatten – ergänzt durch Hinzes wissenschaftliche Impulse. Beide Reden sind für Teilnehmer vor Ort sowie im Live-Stream zugänglich.

Quelle