07 June 2026, 08:21

Jugendbad Burgfarrnbach vor dem Aus: Nach 60 Jahren droht die Schließung

165.000 € Renovierung erforderlich: weiteres Jugendbad schließt für immer - CSU fordert Erhalt

Jugendbad Burgfarrnbach vor dem Aus: Nach 60 Jahren droht die Schließung

Jugendbad Burgfarrnbach: Nach fast 60 Jahren droht die endgültige Schließung

Das Jugendbad Burgfarrnbach, ein saisonales Freibad speziell für Kinder und Jugendliche, könnte nach nahezu sechs Jahrzehnten für immer seine Tore schließen. Die Anlage, die seit Jahren mit rückläufigen Besucherzahlen und steigenden Kosten kämpft, steht vor einer entscheidenden Weichenstellung: Im Juni 2026 wird der Finanz- und Verwaltungsausschuss der Stadt über ihre Zukunft entscheiden.

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Das Bad verfügt über ein unbeheiztes Becken von 8 x 20 Metern, eine 1.000 Quadratmeter große Liegewiese sowie einfache Sanitäranlagen. In dieser Saison blieb es jedoch geschlossen. Max Ammon, Fraktionsvorsitzender der CSU im Stadtrat, bestätigte, dass eine Wiedereröffnung derzeit ungewiss sei. Die Besucherzahlen sind dramatisch eingebrochen: 2025 wurden nur noch 275 Gäste registriert, während die Nettoausgaben im selben Jahr auf 38.500 Euro stiegen.

Hinzu kommen gravierende technische Probleme. Das Wassersystem verliert große Mengen an Wasser – vermutlich aufgrund eines Rohrbruchs oder eines schweren Lecks. Wichtige Komponenten wie die Dosier- und Messtechnik der Wasseraufbereitung sind stark beschädigt oder funktionsunfähig. Eine Wiederinbetriebnahme würde mindestens 165.000 Euro für die Behebung von baulichen Mängeln und Sicherheitsdefiziten erfordern.

Zugang zum Bad hatten bisher ausschließlich Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre sowie ihre Begleitpersonen. Nun schlägt die Stadt vor, über eine dauerhafte Schließung abzustimmen und das Gelände neu zu nutzen. Der Finanz- und Verwaltungsausschuss wird am 10. Juni 2026 über das weitere Vorgehen beraten. Bei einer Schließung müsste das Areal einer neuen Bestimmung zugeführt werden – während die Stadt weitere finanzielle Belastungen vermeidet. Die Entscheidung folgt auf Jahre sinkender Besucherzahlen, wachsender Reparaturkosten und ungelöster technischer Pannen.

Quelle