Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel im ersten Quartal
Michael TextorJungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel im ersten Quartal
Jungheinrich verzeichnet starken Gewinnrückgang im ersten Quartal
Der Staplerhersteller Jungheinrich hat im ersten Quartal dieses Jahres einen deutlichen Rückgang seiner Erträge verzeichnet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) halbierte sich im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein Streik im Werk Lüneburg sowie ein harter Wettbewerb auf dem Markt verschärften die finanzielle Belastung.
Zudem musste das Unternehmen einen starken Wertverlust an den Märkten hinnehmen. Seit Ende 2025 hat sich die Marktkapitalisierung um fast 30 Prozent verringert und liegt nun bei rund 2,6 Milliarden Euro.
Plötzlicher Wechsel in der Führungsetage Heike Wulff, die Anfang 2026 zur Finanzvorständin (CFO) ernannt worden war, verlässt das Unternehmen früher als geplant. Ihr ursprünglicher Vertrag sollte bis Mai 2027 laufen, doch eine einvernehmliche Lösung mit dem Aufsichtsrat führte zu einer vorzeitigen Beendigung ihrer Amtszeit.
Lars Brzoska, Vorstandsvorsitzender von Jungheinrich, übernimmt die Finanzgeschäfte vorläufig. Er wird die Finanzabteilung leiten, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist.
Unveränderte Eigentümerstruktur Die Besitzverhältnisse bei Jungheinrich bleiben unverändert: Die beiden Töchter des Firmengründers halten jeweils 50 Prozent der 54 Millionen stimmberechtigten, nicht börsennotierten Stammaktien. Zusammen entsprechen diese Anteile 53 Prozent des Gesamtkapitals. Die verbleibenden 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien werden im MDAX gehandelt.
Herausforderungen für die Zukunft Jungheinrich steht nun vor der Aufgabe, die finanzielle Performance zu stabilisieren und gleichzeitig einen neuen CFO zu finden. Bis dahin übernimmt Lars Brzoska die Finanzverantwortung. Der Rückgang bei Gewinnen und Marktbewertung unterstreicht die anstehenden Herausforderungen für das Unternehmen.






