Karfreitag 2024: Diese strengen Regeln gelten in Brandenburg und Berlin
Lia JunitzKarfreitag 2024: Diese strengen Regeln gelten in Brandenburg und Berlin
Karfreitag bleibt einer der strengsten "stillen Feiertage" Deutschlands – neben dem Volkstrauertag und dem Totensonntag. Jedes Bundesland setzt eigene Regeln durch, wobei Brandenburg und Berlin zu den strengsten Einschränkungen für öffentliche Veranstaltungen gehören.
In Brandenburg verbietet das Feiertagsgesetz an Karfreitag von Mitternacht bis Mitternacht sämtliche öffentlichen Versammlungen, Umzüge und Unterhaltungsveranstaltungen unter freiem Himmel. Tanzveranstaltungen sind von der Mitternacht des Karfreitags bis 4:00 Uhr am Karsamstag untersagt. Selbst Gaststätten mit Alkoholausschank dürfen über den normalen Speise- und Getränkeverkauf hinaus keine Events ausrichten. Kulturministerin Manja Schüle verteidigte die Maßnahmen mit den Worten, "Tage der Stille und Besinnung kämen allen zugute". Auch öffentliche Sportevents mit Musik oder Unterhaltungsprogramm sind tabu.
In Berlin fallen die Beschränkungen etwas weniger hart, aber dennoch konsequent aus: Öffentliche Tanzveranstaltungen sind von 4:00 Uhr morgens bis 21:00 Uhr am Karfreitag verboten, musikalische Darbietungen in Gaststätten mit Alkoholausschank komplett untersagt. Sportevents mit Musik oder Unterhaltungsangeboten unterliegen ähnlichen Verboten.
In den vergangenen fünf Jahren blieben diese Regelungen in Deutschland weitgehend unverändert. Bundesländer wie Baden-Württemberg verhängen ein Veranstaltungsverbot von 18:00 Uhr am Gründonnerstag bis 20:00 Uhr am Karsamstag, während in Bayern die Einschränkungen von 2:00 Uhr am Gründonnerstag bis Mitternacht am Ostersonntag gelten. Bremen verbietet Veranstaltungen von 6:00 bis 21:00 Uhr am Karfreitag. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen setzen auf ganztägige oder noch strengere Maßnahmen – Brandenburgs 24-Stunden-Regelung zählt damit zu den rigorosesten.
Die Folge: Kein öffentliches Tanzen, kaum Live-Musik und ruhige Straßen an Karfreitag. Unternehmen und Veranstaltungsorganisatoren müssen ihre Pläne an die regionalen Vorschriften anpassen. Die Regeln bleiben bestehen – ein Spiegel jahrhundertealter Traditionen rund um den Feiertag.






