10 April 2026, 22:20

Klöckner fordert radikale Wende im Kampf gegen Gewalt an Frauen

Logo für das Büro zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen mit fettem schwarzem Text und einer Gruppe verschiedener Menschen, die in einem Kreis mit verschränkten Armen stehen, vor einer hellgelben Sonne.

Klöckner fordert radikale Wende im Kampf gegen Gewalt an Frauen

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat sich mit Nachdruck zum drängenden Thema Gewalt gegen Frauen geäußert. Zwar begrüßte sie die laufende Debatte, kritisierte jedoch, dass diese das Ausmaß und die Komplexität des Problems nicht ausreichend erfasse. In ihren Stellungnahmen forderte sie rechtliche Reformen sowie eine breitere gesellschaftliche Einbindung.

Klöckner betonte, dass Gewalt gegen Frauen kein reines Frauenthema sei, sondern die gesamte Gesellschaft angehe. Sie rief Männer dazu auf, Verantwortung zu übernehmen, indem sie ihren Kindern Respekt und Gleichbehandlung vermitteln. Ohne dieses Engagement, so ihre Argumentation, werde es nur begrenzte Fortschritte geben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Darüber hinaus setzte sie sich für einen stärkeren rechtlichen Schutz vor digitaler Gewalt ein. Die aktuellen Gesetze, so Klöckner, böten Frauen keinen ausreichenden Schutz vor Online-Missbrauch. Sie schlug schärfere Strafen und eine konsequentere Umsetzung der bestehenden Regelungen vor.

Die Bundestagspräsidentin verwies zudem auf die Notwendigkeit, alle Formen von Gewalt – von Zwangsehen bis zu Gruppenvergewaltigungen – entschlossen zu bekämpfen. Sie warnte davor, solche Verbrechen aus Angst vor Rassismusvorwürfen zu ignorieren. Offene Kritik, so Klöckner, müsse möglich sein, ohne dass dabei pauschal Vorurteile unterstellt würden.

Trotz der begrüßenswerten Initiierung der Debatte machte Klöckner deutlich, dass noch deutlich mehr Handlungsbedarf bestehe. Statt symbolischer Diskussionen forderte sie konkrete Maßnahmen.

Ihre Äußerungen unterstreichen die Lücken in der öffentlichen Debatte wie auch im rechtlichen Rahmen. Ihre Forderungen umfassen strengere Gesetze, eine stärkere Einbindung von Männern und die Weigerung, Gewalt unter kulturellen oder politischen Vorwänden zu tolerieren. Der Bundestag steht nun unter Druck, diese Appelle in politische Reformen umzusetzen.

Quelle