Kubicki setzt alles auf eine Karte: Rücktritt oder FDP-Renaissance
Michael TextorKubicki setzt alles auf eine Karte: Rücktritt oder FDP-Renaissance
Wolfgang Kubicki hat vor dem anstehenden FDP-Parteitag klare Bedingungen für seine politische Zukunft gesetzt. Der erfahrene Liberale hat versprochen, zurückzutreten, falls er die Abstimmung nicht für sich entscheidet. Sein Wahlkampf konzentriert sich darauf, die Geschicke der Partei zu wenden und ihre Ausrichtung neu zu definieren.
Kubicki bezeichnet sich selbst als sozialliberal und will, dass die FDP zu ihren traditionellen Werten zurückfindet. Sein vorrangiges Ziel ist es, die Umfragewerte der Partei wieder auf über zehn Prozent zu bringen. Ohne diesen Aufschwung, warnt er, droht der FDP die politische Bedeutungslosigkeit in Deutschland.
Er hat mögliche Koalitionspartner skizziert, falls es der Partei gelingt, an Stärke zu gewinnen. Sowohl eine reformierte CDU/CSU als auch eine progressivere SPD kämen unter seiner Führung als Bündnispartner infrage. Sollte Kubicki die Wahl gewinnen, hofft er zudem, Henning Höne als stellvertretenden Bundesvorsitzenden im Amt zu halten.
Die Rückkehr in den Bundestag bleibt seine Priorität. Erst dann würde er über den Eintritt in eine Regierungskoalition nachdenken. Seine Strategie basiert darauf, Vertrauen zurückzugewinnen und die Attraktivität der Partei zu steigern.
Der anstehende Parteitag wird über Kubickis Rolle in der FDP entscheiden. Bei einem Erfolg plant er, die Politik und die Bündnisse der Partei umzugestalten. Eine Niederlage hingegen würde das Ende seiner politischen Laufbahn bedeuten.






