Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt Altkleidersammlung auf den Prüfstand
Michael TextorLandkreis Schmalkalden-Meiningen stellt Altkleidersammlung auf den Prüfstand
Landkreis Schmalkalden-Meiningen reformiert Altkleidersammlung
Nach dem Zusammenbruch des Secondhand-Textilmarktes ändert der Landkreis Schmalkalden-Meiningen seine Sammelpraxis für Altkleidung. Sortieranlagen gingen in die Insolvenz, die Kosten stiegen – nun sollen Ausgaben kontrolliert und weitere Gebührenerhöhungen für die Bürger verhindert werden.
Seit 2020 kämpft der Markt für recycelte Textilien mit massiven Problemen: Große Sortierbetriebe stellten den Betrieb ein, die Qualität der Materialien ließ nach. Als Reaktion reduziert der Landkreis die frei zugänglichen Sammelcontainer. Stattdessen werden die Annahmestellen an zentrale, betreute Standorte verlegt, um Verunreinigungen zu minimieren und die Sortiereffizienz zu steigern.
Bereits wurden Container in Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön abgebaut. Die Bewohner dieser Gebiete können ihre Alttextilien nun beim Recyclinghof in Kaltennordheim abgeben. Die Anlage hat dienstags bis samstags geöffnet, die Öffnungszeiten variieren je nach Wochentag.
Angenommen werden tragbare, saubere Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher sowie Accessoires wie Taschen oder Hüte. Stark verschmutzte Textilien, Teppiche, Matratzen und Hausmüll sind hingegen nicht mehr erlaubt. Die Behörden weisen zudem darauf hin, keine Säcke oder Abfälle neben den Containern zurückzulassen.
Jährlich sammelt der Landkreis rund 300 Tonnen Alttextilien. Die jüngsten Schließungen – etwa im Landkreis Mittelsachsen – zeigen die branchenweiten Herausforderungen. Auch Eschweiler und etwa 15 weitere Kommunen planen bis 2026 ähnliche Anpassungen.
Ziel der Änderungen ist es, die Kosten zu stabilisieren und die Sammeldienste trotz Marktschwierigkeiten aufrechtzuerhalten. Die betreuten Annahmestellen sollen sicherstellen, dass nur verwertbare Materialien in den Recyclingkreislauf gelangen. Die Bürger müssen künftig die aktualisierten Richtlinien beachten, damit das System reibungslos funktioniert.






