Landkreistags-Präsident Brötel zerpflückt Klimafonds als "Tropfen auf heißen Stein"
Michael TextorLandkreistags-Präsident Brötel zerpflückt Klimafonds als "Tropfen auf heißen Stein"
Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistags, hat den Sonderfonds der Bundesregierung für Klimaanpassung scharf kritisiert. Die bereitgestellten 100 Milliarden Euro seien bei Weitem nicht ausreichend, um den lokalen Hitzeschutzbedarf zu decken, so der Vorwurf. Seine Äußerungen folgen auf eine Stellungnahme von Bundesumweltminister Carsten Schneider, der den Fonds als ausreichend bezeichnet hatte.
Brötel wies die Aussage des Ministers zurück und nannte den Sonderfonds „nur ein Tropfen auf den heißen Stein“. Er betonte, dass dieser lediglich Einzelfälle fördere und keine dauerhafte Finanzierung für die Kommunen ersetzen könne. Für einen wirksamen Hitzeschutz seien vielmehr stetige finanzielle Mittel nötig – etwa für strategische Planung und flächendeckende Lösungen.
Vor Ort werden bereits Maßnahmen ergriffen, um den steigenden Temperaturen zu begegnen: Kommunen erstellen Hitzeaktionspläne, beraten Einrichtungen und setzen Anpassungsmaßnahmen um. Doch wie Brötel klarstellt, braucht es dafür festes Personal und langfristige Planungssicherheit, um nachhaltig wirken zu können.
Der Sonderfonds bietet zwar punktuelle Unterstützung, löst aber nicht das grundsätzliche Finanzierungsproblem. Brötel pocht darauf, dass nur kontinuierliche Investitionen den kommunalen Hitzeschutz langfristig sichern können. Ohne diese drohten den Städten und Gemeinden erhebliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung dauerhafter Lösungen.
