07 May 2026, 00:22

Lufthansa überrascht mit geringeren Verlusten als erwartet im ersten Quartal 2026

Lufthansa Cargo Boeing 777-300ER im Flug mit sichtbarem Text auf dem Rumpf, ausgefahrenen Tragflächen, aktive Triebwerke, vor einem Himmel mit weißen Wolken.

Lufthansa überrascht mit geringeren Verlusten als erwartet im ersten Quartal 2026

Lufthansa veröffentlicht Quartalszahlen für 2026: Verlust fällt geringer aus als erwartet

Die Lufthansa hat ihre Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorgelegt und dabei einen geringeren Verlust als befürchtet ausgewiesen. Die Fluggesellschaft meldete ein bereinigtes betriebliches Minus von 612 Millionen Euro – ein besseres Ergebnis als von Analysten prognostiziert. Anleger reagierten erleichtert und trieben den Aktienkurs um über 8 Prozent nach oben.

Die Umsätze stiegen im ersten Quartal um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, verfehlten jedoch die Erwartungen der Marktbeobachter, die mit 9,3 Milliarden Euro gerechnet hatten. Trotz der enttäuschenden Umsatzentwicklung sorgte der geringere Verlust für Optimismus an den Märkten.

Die Treibstoffkosten sind in diesem Jahr bereits um 1,7 Milliarden Euro gestiegen, vor allem wegen der Lieferengpässe im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt. Um die Belastungen abzufedern, hat Lufthansa 20.000 Flüge aus ihrem Sommerflugplan gestrichen. Zudem erarbeitet das Unternehmen Notfallpläne für Langstreckenverbindungen nach Asien und Afrika, falls sich die Treibstoffknappheit weiter verschärft.

Für das Gesamtjahr hält die Airline an ihrer Gewinnprognose fest: Der bereinigte operative Gewinn soll 2026 weiterhin über 1,96 Milliarden Euro liegen. Diese Einschätzung setzt jedoch voraus, dass es keine weiteren Versorgungsengpässe bei Treibstoff oder Arbeitsniederlegungen gibt. Langfristig strebt Lufthansa eine Gewinnmarge von 8 bis 10 Prozent zwischen 2028 und 2030 an.

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Trotz steigender Spritkosten und enttäuschender Umsätze haben die Quartalszahlen die Sorgen der Investoren vorerst gemildert. Nun konzentriert sich das Unternehmen darauf, die operativen Herausforderungen zu meistern, ohne die Gewinnziele für das Jahr aus den Augen zu verlieren. Weitere Störungen könnten die finanzielle Entwicklung jedoch weiterhin belasten.

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