Massiver Protest in Hamm: Umweltaktivisten kämpfen gegen neue Gaskraftwerke der Regierung
Ella WeihmannMassiver Protest in Hamm: Umweltaktivisten kämpfen gegen neue Gaskraftwerke der Regierung
Umweltbündnis plant Protest in Hamm gegen neue Gaskraftwerke
Am 30. Mai wird ein Bündnis aus Umweltorganisationen in Hamm gegen die Pläne von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche demonstrieren, neue gasbetriebene Kraftwerke zu bauen. Die Kundgebung beginnt laut den Veranstaltern um 12 Uhr; von dort aus wird ein Demonstrationszug zum Kraftwerk Gersteinwerk ziehen.
Unterstützt wird die Aktion von Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace, Campact und Fridays for Future. Die Teilnehmenden wollen sich symbolisch in Form eines Windrads aufstellen, um ihren Protest gegen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zum Ausdruck zu bringen.
Verena Graichen, politische Geschäftsführerin des BUND, warf Ministerin Reiche vor, als Lobbyistin der fossilen Energiewirtschaft zu agieren. Ihre Politik bremse den Ausbau erneuerbarer Energien und begünstige stattdessen Konzerne wie RWE, so Graichen. Die Unterstützung von Gasheizungen und die Kritik am Energiewandel dienten vor allem Unternehmensinteressen – nicht den Bedürfnissen der Bevölkerung.
Mira Jäger, Energieexpertin bei Greenpeace, unterstrich diese Vorwürfe. Sie betonte, dass der Ausbau erneuerbarer Energien die Abhängigkeit von autoritären Regimen wie dem Iran verringere. Gleichzeitig warf sie Reiche vor, mit ihrer Förderung von Öl- und Gaslösungen die Wende zu sauberer Energie aktiv zu untergraben.
Ziel der Demonstration ist es, die geplanten Gaskraftwerke der Regierung infrage zu stellen. Die Protestierenden treffen sich am 30. Mai um 12 Uhr und ziehen anschließend zum Standort Gersteinwerk. Die Veranstalter betonen, dass die Aktion die Dringlichkeit eines beschleunigten Umstiegs auf erneuerbare Energien – statt in fossile Technologien – unterstreichen soll.






