Netanyahu widerlegt Todesgerüchte mit Humor – doch das Internet zweifelt weiter
Wilhelm RoskothNetanyahu widerlegt Todesgerüchte mit Humor – doch das Internet zweifelt weiter
In den letzten Wochen haben sich im Internet Gerüchte über den Gesundheitszustand und sogar den Tod des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu verbreitet. Ein Video, das von einem finnischen Wissenschaftler veröffentlicht wurde, befeuerte die Spekulationen erneut – Nutzer in sozialen Medien stellten infrage, ob Netanyahu noch am Leben sei oder ob ein Double seine Rolle übernehme.
Die jüngste Welle an Behauptungen begann, nachdem Tuomas Malinen, Professor an der Universität Helsinki, eine Umfrage in den sozialen Medien geteilt hatte. Einige Nutzer vermuteten, Netanyahu könnte bei einem Raketenangriff am 8. März ums Leben gekommen sein. Andere verwiesen auf angebliche Veränderungen in seiner Sprechweise und Formulierungen in aktuellen Videos als Beleg für ungewöhnliche Vorgänge.
Auch unbelegte Theorien über seinen Privatjet, der angeblich für längere Zeit in Berlin am Boden blieb, machten die Runde. Selbst unbestätigte Berichte über den Aufenthaltsort seines Leichnams wurden diskutiert.
Netanyahu reagierte direkt auf die Spekulationen. Am 12. März veröffentlichte er ein Video aus einem "Beweis-dass-ich-lebe-Café" und hielt dabei zehn Finger hoch, um die Behauptung, er habe nur sechs, ins Lächerliche zu ziehen. Später, am 31. März, zeigte er sich in einem weiteren Clip mit dem US-Botschafter Mike Huckabee und lachte über die Bedenken zu seinem Gesundheitszustand. "Ja, Mike, ja, ich lebe noch", sagte er und nahm damit Bezug auf Gerüchte, die angeblich auch den früheren US-Präsidenten Donald Trump erreicht hatten.
Die Spekulationen knüpfen an frühere Berichte an, wonach Netanyahu Trump einst davon überzeugt habe, eine Militäroperation könnte das iranische Regime stürzen. Offizielle Stellungnahmen bringen diese früheren Gespräche jedoch nicht mit den aktuellen Theorien in Verbindung.
Trotz der hartnäckigen Gerüchte setzt Netanyahu auf Humor und öffentliche Auftritte, um die Behauptungen zu widerlegen. Die von ihm geteilten Videos sollten die Spekulationen beenden – doch einige Internetnutzer zweifeln weiterhin ihre Echtheit an. Die Debatte zeigt, wie schnell unbelegte Theorien im digitalen Zeitalter Verbreitung finden.






