25 April 2026, 02:21

Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Kurs gegen AfD auf

Schwarzes und weißes Foto einer vielfältigen Gruppe von Frauen, mit einer sitzend in der Mitte und dem Text "Die Frauenwahlrechtsbewegung" unten.

Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Kurs gegen AfD auf

CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, in der Feminismusdebatte eine klarere Haltung einzunehmen. Er warnte davor, die Diskussion über Gleichberechtigung allein linken Gruppen zu überlassen. Seine Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem er sich als Verfechter des Fortschritts gegen die rechtsextreme AfD positioniert.

Amthor hatte in der Vergangenheit bereits umstrittene Positionen zu feministischen Themen bezogen. Dennoch argumentiert er nun, dass Männer sich innerhalb der CDU und ihrer Bundestagsfraktion aktiv für Gleichstellung einsetzen müssten.

2019 lehnte Amthor einen Vorschlag ab, der eine paritätische Besetzung der Parteilisten mit Frauen und Männern vorschrieb. Damals bezeichnete er die Idee als verfassungswidrig. Drei Jahre später setzte er sich für ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in Behörden ein.

Seine jüngsten Äußerungen deuten jedoch auf einen Kurswechsel hin. Nun betont er, dass Frauen einer ungerechten Bewertung ausgesetzt seien – oft werde ihr Äußeres statt ihrer Argumente beurteilt. Männer hingegen, so Amthor, würden allein nach ihren Ideen bewertet.

Zuvor hatte er sich gegen zentrale feministische Forderungen gestellt: Er unterstützte die Beibehaltung des strafrechtlichen Abtreibungsverbots sowie Werbeverbote für Schwangerschaftsabbrüche. Doch nun präsentiert er seine Partei als Beschützerin der Gleichberechtigung – als Gegenentwurf zum Aufstieg der AfD.

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Die CDU und ihre Unionsfraktion hätten bereits eine klare Position in Sachen Gleichstellung, so Amthor. Seine aktuellen Aussagen lassen erkennen, dass er die feministischen Debatten aus der Dominanz der Linken zurückgewinnen will.

Amthors Haltung offenbart die Spannungen innerhalb der CDU in Genderfragen. Zwar lehnte er feministische Politik in der Vergangenheit ab, doch nun fordert er Männer auf, sich für Gleichberechtigung einzusetzen. Dieser Schritt scheint darauf abzielen, den Einfluss der Rechtsextremen auf das Thema einzudämmen.

Seine Aussagen spiegeln einen größeren Versuch wider, die Rolle der Partei in der Gleichstellungsdebatte neu zu definieren. Wie die CDU künftig mit feministischen Themen umgeht, könnte davon abhängen.

Quelle