07 June 2026, 14:17

Radio CORAX kämpft um seine Zukunft – wie Spenden den unabhängigen Sender retten sollen

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Radio CORAX kämpft um seine Zukunft – wie Spenden den unabhängigen Sender retten sollen

Radio CORAX – unabhängiges Radio aus Halle (Saale) seit 2000

Seit über zwei Jahrzehnten sendet Radio CORAX, ein unabhängiger Sender mit Sitz in Halle (Saale), ein vielfältiges Programm – von Kindersendungen bis hin zu Formaten von queeren Communities und Geflüchteten. Doch nun steht die Zukunft der Finanzierung auf dem Prüfstand, denn Spenden werden immer wichtiger für den Fortbestand des Radios.

Der Sender finanziert sich aus einem Mix verschiedener Quellen: Jährlich fließen rund 200.000 Euro von der Landesmedienanstalt sowie kommunale Zuschüsse und projektbezogene Fördergelder. Angesichts steigender Kosten gewinnen private Spenden jedoch zunehmend an Bedeutung, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Was CORAX besonders macht, ist sein offenes Konzept. Jeder kann in den wöchentlichen Redaktionssitzungen Vorschläge für neue Sendungen einbringen. Nach einem kurzen Workshop können neue Macher:innen direkt auf Sendung gehen. So ist im Laufe der Jahre eine Community von etwa 400 Mitgliedern entstanden, die rund 175 verschiedene Formate produzieren – fast ausschließlich ehrenamtlich.

Das Programm wechselt täglich und bietet einzigartige Sendungen wie Tipkin oder das Magazin Serendipity. Über das Radio hinaus veranstaltet der Sender Filmabende, öffentliche Diskussionen und praktische Workshops in seinem Studio. Die Verbindung zu AMARC, einem weltweiten Netzwerk nichtkommerzieller Radiosender, festigt zudem seine internationalen Kontakte.

Trotz der Unsicherheit durch die anstehenden Landtagswahlen betont CORAX, dass der Sendebetrieb weitergeht. Das Team bleibt seinem vielfältigen Programm verpflichtet – unabhängig vom politischen Ausgang.

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Die Zukunft des Senders hängt davon ab, stabile Finanzierungsquellen zu sichern, wobei Spenden eine größere Rolle spielen als je zuvor. Das breite Spektrum an Inhalten – von Nischenmusik bis zu gemeinschaftsorientierten Debatten – bleibt weiterhin auf die Unterstützung von Ehrenamtlichen und Fördernden angewiesen. Vorerst bleiben Türen und Frequenzen für alle offen.

Quelle