Raffinierte Betrüger täuschen zwei Brandenburg-Bewohner mit falschen Bank- und Polizeianrufen
Michael TextorRaffinierte Betrüger täuschen zwei Brandenburg-Bewohner mit falschen Bank- und Polizeianrufen
Zwei Brandenburg-Bewohner fallen auf raffinierte Telefonbetrugsmaschen herein
In den vergangenen Tagen sind zwei Einwohner Brandenburgs Opfer ausgeklügelter Betrugsanrufe geworden. Ein 55-jähriger Mann aus Neuruppin wurde von einem Betrüger getäuscht, der sich als Bankmitarbeiter ausgab, während eine 79-jährige Frau in Kyritz Geld verlor, nachdem ein falscher Polizist eine Kaution für ihre Tochter gefordert hatte. Beide Fälle unterstreichen die wachsende Gefahr von Identitätsbetrug in der Region.
Der Vorfall in Neuruppin begann mit einem Anruf bei dem Opfer, in dem sich der Anrufer als Angestellter seiner Bank ausgab. Der Betrüger überredete den Mann, seine Kontodaten preiszugeben, und hob anschließend einen vierstelligen Betrag ab, bevor dieser bemerkte, dass er hereingelegt worden war.
In Kyritz geriet die ältere Frau in die Fänge einer sogenannten "Schockanruf"-Masche. Der Anrufer, der sich als Polizist ausgab, behauptete, ihre Tochter befinde sich in Gewahrsam und benötige dringend Kautionsgeld. Unter Druck willigte sie ein, einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich an den Betrüger zu überweisen. Erst später erkannte sie den Schwindel.
Diese Fälle spiegeln einen bundesweiten Trend wider: Die Zahl der Online-Betrugsfälle steigt kontinuierlich. Verbraucherzentralen in ganz Deutschland verzeichneten zwischen Januar und November 2025 über 20.000 Betrugsmeldungen – ein Anstieg um 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders häufig sind Betrugsversuche mit falschen Bankangestellten, angeblichen Polizeibeamten oder vorgetäuschten Familiennotfällen, bei denen die Täter das Vertrauen und die Eile ihrer Opfer ausnutzen.
Beide Geschädigte haben die Straftaten bei der örtlichen Polizei angezeigt. Die Behörden warnen weiterhin vor unaufgeforderten Anrufen, bei denen Geld oder persönliche Daten gefordert werden. Die sicherste Methode, um nicht auf solche Betrugsmaschen hereinzufallen, bleibt die Überprüfung der Identität des Anrufers über offizielle Kanäle.






