Rekordbeschäftigung in Erneuerbaren Energien – doch neue Gesetze bedrohen Tausende Jobs
Michael TextorRekordbeschäftigung in Erneuerbaren Energien – doch neue Gesetze bedrohen Tausende Jobs
Im deutschen Erneuerbare-Energien-Sektor waren 2025 so viele Menschen wie nie zuvor beschäftigt: 436.000 Arbeitsplätze verzeichnete die Branche – ein Anstieg von fast 4 Prozent gegenüber dem bisherigen Höchststand im Jahr 2023. Doch neue Gesetzesvorhaben der Regierung könnten nun Tausende dieser Jobs gefährden.
Mit 172.000 Beschäftigten im vergangenen Jahr bleibt die Windenergie der größte Arbeitgeber des Sektors. Es folgen die Biomasse-Branche mit rund 97.000 und die Solarenergie mit knapp 90.000 Arbeitsplätzen. Auch die Wärmepumpen-Industrie trug maßgeblich bei und bot etwa 72.000 Menschen Arbeit.
Frühere politische Weichenstellungen hatten bereits spürbare Folgen: Kürzungen bei den Solar-Fördergeldern und Änderungen der Ausschreibungsregeln für Windenergie führten bereits zu Stellenabbau. Experten warnen, dass instabile politische Rahmenbedingungen das Wachstum der Branche hemmen könnten.
Die Industrie betont, dass Reformen den Erhalt der Arbeitsplätze sichern müssen. Ein Ausbau der Erneuerbaren ohne unnötige Hürden gilt als entscheidend, um weitere Jobverluste zu verhindern. Klare und stabile politische Unterstützung sei direkt mit dem Erhalt und der Schaffung dieser Arbeitsplätze verknüpft.
