08 June 2026, 06:14

Rheinmetall verkauft zivile Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte an AEQUITA, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall hat sich darauf verständigt, seine zivile Sparte Power Systems an die Private-Equity-Gesellschaft AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro zu verkaufen. Der Deal markiert einen weiteren Schritt in der Neuausrichtung des Konzerns auf rüstungstechnische Aktivitäten. Die endgültige Genehmigung und Anpassungen werden bis Ende 2026 erwartet.

Die Sparte, zu der Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice gehören, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro. Seit dem letzten Quartal 2025 wird sie als aufgegebenes Geschäftsfeld geführt. Unter der Führung von AEQUITA behält das Unternehmen seine etablierten Markennamen bei, und alle 6.250 Mitarbeiter bleiben in ihren Positionen.

Drei deutsche Standorte, die mit dem Joint Venture KS Huayu AluTech verbunden sind, sind nicht Teil des Verkaufs und verbleiben bei Rheinmetall. Derweil wird das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano für eine Übergangsphase als Hybridstandort weitergeführt, bevor es vollständig auf die Rüstungsproduktion umgestellt wird. Die Einheit Dermalog SensorTec bleibt ebenfalls bei Rheinmetall und wird in die Sparte Waffen und Munition integriert.

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Der Verkauf folgt auf frühere Entscheidungen Rheinmetalls, seine Groß- und Kleinserien-Kolbenfertigung in den Jahren 2023 und 2024 abzugeben. Diese Schritte unterstreichen die Strategie des Unternehmens, sich auf verteidigungstechnische Bereiche zu konzentrieren.

Der Abschluss der Transaktion ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen, vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigungen und finaler Anpassungen. AEQUITA übernimmt dann die operativen Geschäfte der Sparte, behält jedoch die Markennamen und die Belegschaft bei. Rheinmetall setzt damit seine Umstrukturierung hin zu militärischen und verteidigungstechnischen Kernbereichen fort.

Quelle