Spargelsaison in Brandenburg startet – doch Bauern kämpfen mit Kosten und Konkurrenz
Wilhelm RoskothSpargelsaison in Brandenburg startet – doch Bauern kämpfen mit Kosten und Konkurrenz
Offizieller Start der Spargelsaison in Brandenburg – doch die Ernte steht unter Druck
In Brandenburg hat die Spargelsaison offiziell begonnen: Die ersten frischen Stangen sind in Beelitz eingetroffen. Die Erzeuger feierten den Auftakt, doch steigende Kosten und ausländische Konkurrenz trüben die Aussichten für die diesjährige Ernte.
Die Preise für das begehrte Gemüse lagen zum Start bei 15 bis 18 Euro pro Kilogramm, sollen aber mit wachsendem Angebot auf 10 bis 12 Euro sinken. Die Bauern erwarten eine ertragreiche Saison – im vergangenen Jahr wurden fast 19.000 Tonnen geerntet. Dennoch gibt es Herausforderungen: Die Anbaufläche in der Region ist seit 2021 um 10 bis 15 Prozent geschrumpft, von etwa 1.200 auf rund 1.050 Hektar heute.
Höhere Ausgaben setzen die heimischen Produzenten unter Druck. Der Konflikt im Iran hat die Dieselpreise in die Höhe getrieben, was Maschinen- und Transportkosten erhöht. Zudem belastet die jüngste Erhöhung des Mindestlohns die Lohnkosten und macht die Produktion teurer. Gleichzeitig drücken günstigere Importe aus Spanien, Mexiko und Griechenland die Preise für Brandenburgs Spargelbauern.
Der Rückgang der Anbauflächen ist vor allem auf Arbeitskräftemangel und steigende Produktionskosten zurückzuführen. Trotz dieser Hindernisse gibt der Saisonstart in Beelitz Anlass zur Hoffnung auf produktive Monate.
Für Brandenburgs Spargelbauern ist die Lage zwiespältig: Zwar wird eine gute Ernte erwartet, doch schrumpfende Flächen und höhere Kosten gefährden die langfristige Stabilität. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie gut sich die heimischen Erzeuger gegen billige Importe und steigende Ausgaben behaupten können.






